Modulare Bauweise

Alibaba baut KI-Rechenzentren in 100 Tagen

Alibaba HQ
Bildquelle: Testing / Shutterstock

Alibaba Cloud gibt an, mit CUBE 5.0 die Bauzeit großer KI-Rechenzentren auf 100 Tage verkürzt und Kosten um 10 Prozent gesenkt zu haben.

Zum Vergleich nennt der Bericht für herkömmliche Rechenzentrumsprojekte in China Bauzeiten von sechs bis zwölf Monaten, in den USA sogar von 12 bis 18 Monaten. Alibaba Cloud, die Cloud- und KI-Sparte des Konzerns, rechnet zudem damit, die eigene Fertigungseffizienz bei modularen Rechenzentren in diesem Jahr mehr als zu verdoppeln, gemessen am innerhalb eines bestimmten Zeitraums ausgelieferten Volumen.

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Anders als beim klassischen Bau, bei dem Strom-, Kühl- und IT-Systeme nacheinander direkt vor Ort installiert werden, teilt die modulare Bauweise die Infrastruktur in einzelne Komponenten auf, die parallel in Fabriken gefertigt, anschließend in containerähnlichen Einheiten verschickt und vor Ort wie Bausteine zusammengesetzt werden. Laut dem Bericht steigerte die neueste Version von CUBE 5.0 den sogenannten Modularitätsgrad über fünf zentrale Systeme hinweg, Stromversorgung, Kühlung, Sicherheit, intelligentes Management und Brandschutz, von zuvor 30 auf inzwischen 90 Prozent.

Bereits 2024 von Alibaba vorgestellt, seither weiterentwickelt

Alibaba hatte die CUBE-DC-Architektur ursprünglich bereits 2024 auf der eigenen Entwicklerkonferenz Apsara vorgestellt und damals eine Verkürzung der Bauzeit um bis zu 50 Prozent gegenüber klassischen Verfahren in Aussicht gestellt. Zu den zentralen Technologien zählen dabei unter anderem ein hybrides Luft-Flüssigkeits-Kühlsystem sowie eine durchgängig auf Gleichstrom ausgelegte Stromversorgungsarchitektur. Alibaba-Cloud-Chef Eddie Wu bezeichnete die Weiterentwicklung damals als Beitrag zu einem weltweiten Standard für Effizienz und Nachhaltigkeit in der Cloud-Branche.

Der aktuelle Ausbau der Rechenzentrumskapazitäten fällt in eine Phase deutlich steigender KI-Investitionen bei Alibaba. Der Konzern hatte im vergangenen Jahr zunächst Investitionsausgaben von umgerechnet rund 53,4 Milliarden US-Dollar über drei Jahre zugesagt, Konzernchef Eddie Wu deutete zuletzt jedoch an, dass diese Summe angesichts der tatsächlichen Nachfrage eher zu niedrig angesetzt worden sei und weiteres Aufstocken nicht ausgeschlossen werde. Alibaba betreibt nach eigenen Angaben bereits heute 27 Rechenzentren, knapp die Hälfte davon in China, und hatte zuletzt zusätzliche Standorte in Brasilien, Frankreich und den Niederlanden angekündigt sowie weitere in Mexiko, Japan, Südkorea, Malaysia und Dubai für das kommende Jahr in Aussicht gestellt.

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(red)

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