Stellenabbau

T-Mobile US streicht 2026 mehr als 4.500 Stellen

T-Mobile
Bildquelle: Ken Wolter / Shutterstock.com

Trotz starker Quartalszahlen baut T-Mobile US weitere Stellen ab.

Die Deutsche Telekom hat in einem Bericht an die US-Börsenaufsicht SEC offengelegt, dass die Vollzeitstellenzahl bei ihrer US-Tochter T-Mobile im ersten Halbjahr 2026 um 6,7 Prozent auf 65.365 Beschäftigte sank, ein Rückgang um rund 4.700 Stellen gegenüber Ende 2025. Als Grund nennt der Konzern die im vierten Quartal 2025 gestartete „Workforce Transformation“, mit der Führungsebenen zentralisiert, Hierarchiestufen abgebaut und doppelte Funktionen zusammengelegt werden sollen.

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Konzernweit strich die Deutsche Telekom seit Jahresbeginn 6.283 Stellen, ein Rückgang von 3,2 Prozent auf 191.796 Beschäftigte weltweit, einschließlich kleinerer Kürzungen in Deutschland und anderen Konzernteilen. Es ist der stärkste Rückgang bei T-Mobile US seit der Fusion mit Sprint im Jahr 2020. Der Stellenabbau folgt zudem auf mehrere Übernahmen von T-Mobile US im vergangenen Jahr, darunter die des Mobilfunkanbieters UScellular sowie der Glasfaseranbieter U.S. Internet, Lumos und Metronet, wodurch sich zumindest ein Teil der Kürzungen auch durch überschneidende Funktionen der übernommenen Unternehmen erklären lässt.

Trotz des Stellenabbaus meldete T-Mobile US für das zweite Quartal einen Umsatzanstieg von 9 Prozent auf 19 Milliarden US-Dollar sowie ein um 5,3 Prozent gestiegenes operatives Ergebnis von 5,49 Milliarden US-Dollar. Auch auf Konzernebene entwickelten sich die Zahlen positiv: Der Nettoumsatz der Deutschen Telekom stieg im Quartal um 4,4 Prozent auf rund 35 Milliarden US-Dollar, das operative Ergebnis um 3,3 Prozent auf etwa 7,6 Milliarden US-Dollar.

T-Mobile-Einordnung von Branchenbeobachtern

Der Telekommunikationsanalyst Paolo Pescatore wies darauf hin, dass Einsparungen beim Personal in der Telekommunikationsbranche häufig durch steigende Kosten an anderer Stelle ausgeglichen werden, insbesondere bei Abschreibungen. Ein Netzbetreiber, der sein Personal um 20 Prozent reduziere, aber gleichzeitig hohe Investitionsausgaben beibehalte, dürfe demnach nicht automatisch mit einer entsprechenden Verbesserung des operativen Ergebnisses rechnen. Zwar habe die Deutsche Telekom ihr operatives Ergebnis trotz sinkender Mitarbeiterzahl verbessert, dies gehe jedoch auch auf eine Umstrukturierung von Vermögenswerten und eine Stabilisierung der Umsätze zurück, nicht allein auf den Stellenabbau selbst.

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(red)

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