Angebliches Datenleck

Angebliche Revolut-Kundendaten im Darknet angeboten

Revolut
Bildquelle: Koshiro K / Shutterstock.com

Ein Hacker behauptet, 75 Millionen Revolut-Datensätze zu verkaufen. Das Unternehmen sieht keine Anzeichen für einen Einbruch.

Ein Bedrohungsakteur hat in einem Cybercrime-Forum einen Datensatz zum Verkauf angeboten, der angeblich 75 Millionen Kundendaten der Finanzplattform Revolut umfasst. Zur Untermauerung der Behauptung stellte der Anbieter ein Datenmuster aus vier CSV-Dateien mit über 100 Eintragsbeispielen bereit. Eine Untersuchung der Stichproben durch Sicherheitsforscher von Cybernews ergab, dass die Datensätze unter anderem Teilinformationen zu Kreditkarten wie die letzten vier Ziffern, den Kartentyp, das Ablaufdatum sowie den Kartenstatus enthielten.

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Darüber hinaus umfassten die Daten Benutzeranmeldeinformationen in Form von Passwort-Hashes (Bcrypt oder Argon2id), Zeitstempel von Passwortänderungen, persönliche Angaben wie Vor- und Nachnamen, E-Mail-Adressen, Telefonnummern, Wohnsitzländer, Registrierungs-IP-Adressen sowie Gerätedaten und Betriebssystemversionen. Die jüngsten Einträge in den Stichproben stammten aus dem Mai 2025.

Stellungnahme von Revolut und Zweifel an der Datenquelle

Revolut teilte auf Anfrage mit, dass dem Unternehmen die Forenveröffentlichung bekannt sei, bisher jedoch keine Anzeichen für eine Kompromittierung der eigenen Systeme vorliegen. Ein Unternehmenssprecher erklärte dazu:

„Wir sind uns des Beitrags bewusst und, wie er selbst feststellt, enthält das Angebot keine Anzahl von Datensätzen, kein Muster und keine technischen Details, nichts, was die Behauptung untermauert. Wir untersuchen dies weiter.“

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Die Sicherheitsforscher von Cybernews äußerten Skepsis hinsichtlich des behaupteten Umfangs von 75 Millionen Datensätzen. Der angebotene Preis von 500 US-Dollar sei für ein Datenleck dieser Größenordnung ungewöhnlich niedrig. Zudem vermuten die Analysten, dass es sich bei dem Datensatz eher um eine Zusammenstellung von Informationen aus verschiedenen bereits bestehenden Quellen handelt als um einen neuen Systemeinbruch.

Mögliche Risiken für betroffene Nutzer

Sollte sich die Echtheit der Daten bestätigen, könnten die Kombinationen aus Kontaktdaten, Gerätedetails und Teilfinanzinformationen für gezielte Phishing– und Social-Engineering-Angriffe genutzt werden. Die Sicherheitsforscher von Cybernews warnten vor den Folgen für Betroffene: „Die Auswirkungen wären für diese Personen ziemlich schwerwiegend. Sie sind dem Risiko von Social-Engineering-Angriffen und Profiling ausgesetzt. Angreifer könnten auch versuchen, vollständige Informationen über Zahlungsmethoden zu sammeln,“

Revolut verzeichnet weltweit rund 75 Millionen Privatkunden und 800.000 Geschäftskunden. Bereits im Jahr 2022 war das Unternehmen von einem gezielten Cyberangriff betroffen, bei dem Daten von über 50.000 Kunden kompromittiert wurden.

(red)

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