Mozilla halbiert den Update-Zyklus von Firefox auf zwei Wochen. Ab September 2026 erscheinen neue Versionen des Browsers doppelt so häufig wie bisher.
Mozilla beschleunigt die Verteilung von Aktualisierungen für seinen Open-Source-Browser Firefox. Ab September 2026 stellt das Unternehmen den Veröffentlichungszyklus für die Desktop-Version und die Android-App von einem vierwöchigen auf einen zweiwöchigen Rhythmus um. Als Startpunkt für dieses neue Release-Verfahren ist die Version Firefox 155 vorgesehen, die am 1. September 2026 anstelle des ursprünglich geplanten 15. September veröffentlicht wird. Die Version Firefox 154 am 18. August 2026 markiert somit das letzte reguläre Monats-Update.
Optimierung des Entwicklungsprozesses ohne Zeitdruck
Der veränderte Rhythmus soll die Bereitstellung neuer Software-Elemente flexibler gestalten. Sylvestre Ledru, Director of Engineering bei Mozilla, begründete das Vorhaben in einer Entwickler-Mitteilung:
„Das Ziel ist es, fertigen Arbeiten häufiger die Möglichkeit zu geben, die Nutzer zu erreichen, während der Release-Prozess berechenbarer gemacht und der Druck auf Upgrades verringert wird.“
Sylvestre Ledru, Director of Engineering bei Mozilla
Die Umstellung wird zunächst als experimenteller Testlauf durchgeführt und engmaschig überwacht, um bei Bedarf Anpassungen vorzunehmen. Für die Entwickler im Hintergrund soll die engere Taktung laut Ledru jedoch nicht in doppelter Arbeit oder überhasteten Veröffentlichungen resultieren. Ledru betonte: „Arbeiten, die noch nicht fertig sind, sollten nicht überstürzt werden, und Funktionen können sich weiterhin die Zeit nehmen, die sie benötigen, um auszugreifen“. Unfertige Funktionen werden demnach ohne Nachteil in den darauffolgenden Zwei-Wochen-Zyklus verschoben.
Anpassung an den Markttrend und veränderte Bedrohungslagen
Mit der Beschleunigung folgt Mozilla einem allgemeinen Trend in der Softwarebranche, der maßgeblich durch veränderte Anforderungen in der IT-Sicherheit getrieben wird. Durch die fortschreitende Nutzung künstlicher Intelligenz verkürzt sich das Zeitfenster zwischen der Entdeckung einer Sicherheitslücke und deren aktiver Ausnutzung durch Cyberkriminelle erheblich. Dies zwingt Anbieter zu einer schnelleren Bereitstellung von Fehlerbehebungen. Auch Google hat für seinen Chrome-Browser einen zweiwöchigen Veröffentlichungszyklus angekündigt, der im September 2026 startet. Microsoft kündigte für seinen Edge-Browser sowie für Sicherheits-Updates von Windows eine vergleichbare Beschleunigung an, da künstliche Intelligenz auch Verteidigern dabei helfe, Schwachstellen schneller zu identifizieren und Patches zügiger zu implementieren.
(red)