Der Ventilatoren- und Motorenhersteller ebm-papst hat im Geschäftsjahr 2025/26 nach eigenen Angaben wieder Wachstum erzielt.
Während sich das wirtschaftliche Umfeld weiterhin schwierig zeigte, profitierte das Unternehmen insbesondere von der steigenden Nachfrage nach Lufttechnik für Rechenzentren sowie vom Ausbau digitaler Technologien.
Wie das Familienunternehmen mitteilte, legte das Kerngeschäft im Bereich Lufttechnik um rund zwölf Prozent zu. Das Wachstum der Gesamtgruppe fiel mit etwa sechs Prozent geringer aus, was unter anderem auf den Rückzug aus einzelnen Geschäftsbereichen sowie die Übergabe der Antriebstechnik an Siemens zurückzuführen ist.
Nach Angaben des Unternehmens soll die stärkere Fokussierung auf wachstumsstarke Märkte die Grundlage für die weitere Entwicklung schaffen.
Rechenzentren sorgen für steigende Nachfrage
Ein wichtiger Wachstumstreiber war das Geschäft mit Rechenzentren. Der Ausbau digitaler Infrastruktur und der zunehmende Einsatz von Künstlicher Intelligenz erhöhen den Bedarf an leistungsfähigen Kühlsystemen.
ebm-papst sieht darin langfristige Marktchancen. Neben neuer Luft- und Pumpentechnik setzt das Unternehmen dabei auch auf digitale Lösungen zur Überwachung, Wartung und Optimierung des Energieverbrauchs.
KI spielt laut ebm-papst inzwischen nicht nur bei Produkten und Systemen eine Rolle, sondern zunehmend auch in internen Prozessen. Im vergangenen Geschäftsjahr wurden nach Unternehmensangaben mehr als 1.500 Beschäftigte in KI-bezogenen Themen geschult.
Gleichzeitig arbeitet das Unternehmen mit Technologiepartnern und Forschungseinrichtungen zusammen, um den Einsatz entsprechender Anwendungen weiter auszubauen.
Unterschiedliche Entwicklung in den Regionen
Regional entwickelte sich das Geschäft unterschiedlich. Besonders stark wuchs ebm-papst in Nord- und Südamerika. Auch Europa und Asien verzeichneten Zuwächse. Der deutsche Markt blieb dagegen hinter dem Vorjahr zurück. Als Gründe nennt das Unternehmen die anhaltende Investitionszurückhaltung sowie wirtschaftliche Unsicherheiten.
Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung lagen erneut bei mehr als 140 Millionen Euro. Darüber hinaus investierte ebm-papst in den Ausbau internationaler Standorte sowie in Digitalisierungs- und Nachhaltigkeitsprojekte.
Für das laufende Geschäftsjahr erwartet das Unternehmen weiteres Wachstum. Als wichtigste Faktoren gelten dabei die Lufttechnik, Anwendungen für Rechenzentren und die zunehmende Integration von KI-Technologien.
(red/ebm-papst)