Restrukturierung bei Meta

Nach Massenentlassungen: Zuckerberg verordnet Meta-Teams wieder Spaß

Mark Zuckerberg
Bildquelle: Frederic Legrand COMEO/Shutterstock.com

Nach dem Abbau von 8.000 Stellen stößt eine Ankündigung von Meta-Chef Mark Zuckerberg zu Teamevents und einem KI-Hackathon auf internen Widerstand.

Meta-Chef Mark Zuckerberg hat in einer internen Mitteilung an die Belegschaft mehrere Initiativen zur Steigerung der Arbeitsmoral angekündigt. Geplant ist unter anderem ein unternehmensweiter Hackathon im Bereich der künstlichen Intelligenz im Juli 2026. Zudem versprach das Management höhere Budgets für Team-Veranstaltungen und die schrittweise Rückkehr zu fest zugewiesenen Schreibtischen in mehreren Büros, um das sogenannte Hot-Desking zu reduzieren.

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Die Ankündigungen stießen in internen Foren auf Ablehnung unter den verbliebenen Angestellten. Mitarbeiter verwiesen auf die deutlich gestiegene Arbeitsbelastung und fehlende zeitliche Kapazitäten für zusätzliche Projekte. Ein Mitarbeiter kommentierte die Pläne mit den Worten: „Ich bin buchstäblich damit beschäftigt, das Licht für mein Team anzulassen. Ich habe keinen Anreiz zur Teilnahme, geschweige denn die Zeit dafür.“ Ein anderer Angestellter äußerte Zweifel an der Unternehmenskultur:

„Ich bin mir nicht sicher, ob dieses Unternehmen noch eine Hackathon-Kultur unterstützt. Von den Leuten wird verlangt, mehr Arbeit mit weniger Unterstützung zu erledigen, während ihre Kollegen entlassen werden.“

Meta-Angestellter

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Restrukturierung der Belegschaft für KI-Modelle

Hintergrund der internen Spannungen ist eine weitreichende Umstrukturierung des US-Technologiekonzerns im Rahmen seiner Neuausrichtung auf künstliche Intelligenz. Im Mai 2026 entließ Meta rund 8.000 Mitarbeiter, was etwa zehn Prozent der weltweiten Belegschaft entspricht. Gleichzeitig wurden rund 7.000 weitere Angestellte in neue Aufgabenbereiche versetzt, die direkt mit der Entwicklung und dem Training von KI-Modellen verknüpft sind. Berichten zufolge umfasst dies unter anderem die Abteilung Applied AI Engineering mit etwa 6.500 Ingenieuren.

Die dortige Belegschaft ist primär mit der Erstellung von Programmierrätseln und Code-Generierungen zur Überprüfung der KI-Zuverlässigkeit betraut. Diese Aufgabenverteilung und die veränderten Managementstrukturen, bei denen teilweise bis zu 50 Entwickler an eine einzige Führungskraft berichten, führten zu anhaltender Kritik innerhalb der Belegschaft. Über 1.600 Angestellte unterzeichneten zudem eine Petition gegen Programme zur Erfassung von Klicks und Tastatureingaben für KI-Trainingsdaten.

Zusagen des Managements für das laufende Jahr

In seiner Mitteilung reagierte Zuckerberg auf die interne Kritik und versprach, dass für das restliche Jahr 2026 keine weiteren unternehmensweiten Massenentlassungen geplant seien. Gleichzeitig räumte er organisatorische Versäumnisse bei der Umsetzung der strategischen Neuausrichtung ein. Er schrieb wörtlich: „Angesichts der Komplexität dieser Änderungen haben wir Fehler gemacht und werden fast sicher noch mehr machen.“

Das Management kündigte an, das Betreuungsverhältnis zwischen Führungskräften und Mitarbeitern wieder zu senken, um die Überlastung der Teams zu verringern. Trotz der internen Unruhen hält Meta an seinen massiven Investitionen im KI-Bereich fest und hob die Prognose für die Investitionsausgaben im Jahr 2026 auf bis zu 145 Milliarden US-Dollar an.

(red)

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