Open-Source-Software von Microsoft

Microsoft startet Intelligent Terminal: KI direkt in der Kommandozeile

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Bildquelle: Mijansk786 / Shutterstock.com

Microsoft veröffentlicht mit dem Intelligent Terminal eine neue Terminal-Abspaltung, die KI-Modelle wie Claude und Copilot direkt integriert.

Microsoft hat eine quelloffene Abspaltung des klassischen Windows Terminals mit dem Namen Intelligent Terminal entwickelt. Diese Software ermöglicht die direkte Nutzung von künstlicher Intelligenz innerhalb der Terminal-Oberfläche, ohne den Ablauf der regulären Befehlseingaben in der aktiven Sitzung zu stören. Das Werkzeug ist als integrierter Assistent konzipiert, der Fehlermeldungen analysiert, Befehlsentwürfe generiert und Programmierprobleme direkt in der Umgebung behebt.

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Beim ersten Start der Anwendung können Anwender festlegen, welcher KI-Agent in dem dafür vorgesehenen Bereich geladen werden soll. Zur Auswahl stehen Dienste wie GitHub Copilot, Claude, Codex und Gemini. Die Benutzeroberfläche teilt sich dabei auf: Unter der standardmäßigen Shell öffnet sich ein eigenes KI-Fenster, in dem der gewählte Assistent ausgeführt wird. Bei der Auswahl von Claude läuft beispielsweise das Werkzeug Claude Code direkt in diesem Bereich und schlägt konkrete Schritte für Programmieraufgaben vor, die der Nutzer wahlweise automatisch oder manuell bestätigen kann.

Automatische Fehlererkennung und Fortführung von Sitzungen

Die Anwendung verfügt über spezifische Steuerungsfunktionen, die sich über separate Schalter aktivieren lassen. Dazu gehören die automatische Fehlererkennung und die automatische Fehlervorschau. Wenn die Fehlererkennung aktiv ist, registriert das Terminal eigenständig fehlgeschlagene Befehle. Die Fehlervorschau geht einen Schritt weiter und leitet den aufgetretenen Fehler automatisch an den ausgewählten KI-Agenten weiter, um einen direkten Lösungsvorschlag zu generieren.

Ein wesentlicher Unterschied zum standardmäßigen Windows Terminal ist die integrierte Sitzungsverwaltung. Während das normale Windows Terminal zwar geschlossene Tabs wieder öffnen kann, gehen die spezifischen Kontexte der KI-Sitzungen dabei verloren. Das Intelligent Terminal hingegen speichert aktive und vergangene Sitzungsverläufe des Agenten dauerhaft ab. Dadurch können Entwickler auch nach dem Schließen der Anwendung zu früheren Arbeiten zurückkehren und die Konversation mit dem KI-Modell an exakt derselben Stelle fortsetzen, ohne dass die Leistung des Modells durch den Verlust des Kontextes beeinträchtigt wird. Über Symbole auf der Benutzeroberfläche lässt sich das Chat-Fenster des Agenten zudem jederzeit ein- oder ausblenden.

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Verfügbarkeit und Verteilung der Microsoft-Anwendung

Microsoft stuft das KI-gestützte Terminal als spezialisiertes Werkzeug ein, das sich primär an Entwickler richtet und nicht für jeden regulären Windows-Nutzer zwingend erforderlich ist. Aus diesem Grund ist die Anwendung derzeit kein fester Bestandteil der Standard-Windows-Installationen. Das Intelligent Terminal wird als eigenständiges Programm vertrieben und steht interessierten Anwendern als kostenloser Download über den Microsoft Store sowie auf der Entwicklungsplattform GitHub zur Verfügung.

(red)

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