Messe-Neuheit

Wie Fertigung und Digital Twins zusammenwachsen

Digital-Twin

Auf der Fachmesse Realize Live Americas 2026 in Detroit präsentiert der deutsch-französische Softwareanbieter CoreTechnologie die neue Version seiner Software 3D_Evolution.

Im Mittelpunkt steht die Nutzung semantischer Fertigungsinformationen, die direkt aus nativen CAD-Daten ausgelesen und in einem standardisierten Format für nachgelagerte Prozesse bereitgestellt werden können.

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Fertigungsrelevante Daten direkt aus dem CAD-Modell

Moderne Produktionsprozesse sind zunehmend auf digitale Informationen angewiesen, die weit über die reine Geometrie eines Bauteils hinausgehen. Dazu gehören beispielsweise Angaben zu Bohrungen, Toleranzen oder Oberflächenqualitäten. Diese sogenannten Product Manufacturing Information (PMI) werden in der neuen Version 3D_Evolution 4.10 automatisiert aus den Konstruktionsdaten übernommen und im ISO-Standard Step 242 bereitgestellt.

Dadurch entsteht eine einheitliche Datenbasis, die von unterschiedlichen Systemen entlang der Prozesskette genutzt werden kann.

Ein wesentlicher Vorteil liegt in der frühen Definition relevanter Fertigungsmerkmale. Bereits während der Konstruktion können wichtige Informationen im 3D-Modell hinterlegt werden. Diese Daten lassen sich anschließend von CAM-Systemen auswerten, um Fertigungsabläufe wie Werkzeugwechsel oder Bearbeitungsschritte automatisiert vorzubereiten.

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Die Software analysiert dabei, ob die hinterlegten PMI-Daten tatsächlich semantisch beschrieben sind und somit von Maschinen interpretiert werden können. Fehlende oder unvollständige Angaben lassen sich bereits vor der Datenkonvertierung erkennen.

Weniger Fehler, schnellere Prozesse

Durch die direkte Weitergabe der Fertigungsinformationen an nachgelagerte Systeme können manuelle Eingaben reduziert werden. Das senkt die Fehleranfälligkeit und beschleunigt gleichzeitig die Vorbereitung von Produktionsprozessen.

Zudem soll der Einsatz des standardisierten Step-242-Formats dazu beitragen, Konstruktions- und Fertigungsdaten langfristig nutzbar zu machen. Da alle beteiligten Systeme auf dieselbe Datenbasis zugreifen, werden Medienbrüche und redundante Dateneingaben vermieden.

Die durchgängige Verknüpfung von Konstruktion, Fertigung und Betrieb gilt als wichtige Voraussetzung für den Einsatz digitaler Zwillinge. Diese können nicht nur das Produkt selbst abbilden, sondern auch Produktionsabläufe analysieren, optimieren und überwachen.

Nach Angaben von CoreTechnologie soll die neue Version von 3D_Evolution insbesondere in vernetzten Produktionsumgebungen und intelligenten Fabriken eine zentrale Rolle spielen. Die Software unterstützt damit den Trend zu datengetriebenen Fertigungsstrategien und einer zunehmend automatisierten Industrie.

Pauline Dornig

Pauline

Dornig

Online-Redakteurin

IT Verlag GmbH

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