Microsoft 365

Microsoft plant offenbar neue Abo-Stufe für KI-Agenten

Microsoft 365
Bildquelle: PixieMe/Shutterstock.com

Microsoft will an virtuellen Arbeitskräften genauso verdienen wie an menschlichen – mit einer eigenen Lizenz.

Wer künftig KI-Agenten in seiner Firma einsetzt, soll dafür offenbar genauso zahlen wie für einen menschlichen Mitarbeiter. Microsoft arbeitet Berichten zufolge an einem neuen Abonnement-Tier für Microsoft 365, das speziell auf den Unternehmenseinsatz von KI-Agenten zugeschnitten ist und intern als „E7″ gehandelt wird. Bekannt wurde das durch Mary Jo Foley von Directions on Microsoft, das offenbar gut verdrahtete Quellen bei Redmond hat.

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Das E-Modell: Microsofts Lizenztreppe

Microsoft verkauft seine 365-Unternehmenspakete seit Jahren in drei offiziellen Stufen: E1, E3 und E5, wobei das E für „Enterprise” steht. E1 deckt die grundlegenden Cloud-Dienste ab, E3 ergänzt Sicherheits- und Compliance-Funktionen, und E5 ist das Topmodell mit erweiterter Sicherheit, Analytics und Telefonie.

E7 ist bislang kein offizielles Produkt, sondern ein interner Arbeitstitel. Das geplante Paket würde Copilot sowie Verwaltungswerkzeuge für KI-Agenten bündeln, inklusive Komponenten, die im bisherigen Topmodell E5 fehlen. Beim Preismodell denkt Microsoft laut Directions on Microsoft offenbar über einen Hybridansatz nach: statt eines reinen Nutzer-Abos eine Kombination aus nutzerbezogener und verbrauchsbasierter Abrechnung.

Agenten brauchen Infrastruktur

Der Bedarf ergibt sich aus der Natur der Sache: KI-Agenten, die eigenständig Aufgaben übernehmen, benötigen eigene Identitäten, Postfächer und Zugänge zu Diensten wie Teams. Bislang sind diese Funktionen an klassische Nutzerkonten geknüpft. Ein eigenes Agentenpaket würde das in einer einzigen Lizenz abbilden.

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Analystin Foley zitiert Microsoft mit der Aussage, Agenten würden im Unternehmensumfeld künftig ähnlich lizenziert wie Menschen. Die Logik dahinter: Wenn menschliche Arbeit schrittweise durch KI ersetzt wird, muss Microsofts Lizenzmodell mitziehen, sonst schrumpfen die Einnahmen genau dann, wenn die eigene Technologie am erfolgreichsten ist.

Microsoft selbst hat sich bislang nicht offiziell zu den Plänen geäußert.

Lars

Becker

Stellvertretender Chefredakteur

IT Verlag GmbH

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