Arbeitszentrale für KI-gestützte Softwareentwicklung

OpenAI launcht Codex-App für macOS

Cyberkriminelle, OpenAI, Phishing
Quelle: sdx15 / Shutterstock.com

OpenAI hat mit Codex eine macOS-App vorgestellt, die als zentrale Steuerungsoberfläche für die koordinierte Arbeit mit mehreren spezialisierten KI-Agenten in der Softwareentwicklung dient.

KI-Systeme sind inzwischen in der Lage, komplexe und langfristige Aufgaben zu übernehmen, etwa das Refactoring größerer Codebasen, das Testen ganzer Module oder die Pflege von Abhängigkeiten. Dadurch verschiebt sich die Rolle der Menschen: Sie arbeiten weniger im direkten Dialog mit einem einzelnen Assistenten, sondern übernehmen die Koordination mehrerer parallel arbeitender Agenten. Genau hier setzt Codex an, indem es die gleichzeitige Steuerung, Überwachung und Priorisierung dieser Aufgaben vereinfacht.

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Eine Oberfläche jenseits des Terminals

Ein zentrales Ziel der neuen App ist Zugänglichkeit. Statt ausschließlich über Kommandozeilen zu arbeiten, erhalten Entwickler eine visuelle Oberfläche, die langfristige Prozesse, parallele Aufgaben und Abhängigkeiten übersichtlich darstellt. Dadurch wird Codex auch für Teams und Einzelpersonen nutzbar, die bislang vor allem klassische Entwicklungsumgebungen bevorzugt haben.

Inhaltlich beschränkt sich die App nicht auf das Schreiben von Code. Sie begleitet den gesamten Lebenszyklus einer Anwendung, von der Planung über die Umsetzung bis hin zur Veröffentlichung und Wartung.

Was Codex im Alltag ermöglicht

Die App erlaubt es, mehrere Agenten zeitversetzt und projektübergreifend einzusetzen. Routinetätigkeiten lassen sich automatisieren und planen, während komplexere Aufgaben über sogenannte Skills mit externen Tools und bestehenden Workflows verknüpft werden können. Entwickler behalten jederzeit die Kontrolle, können Ergebnisse prüfen, eingreifen oder Aufgaben neu ausrichten, ohne den Gesamtzusammenhang zu verlieren.

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Produktivität als messbarer Effekt

Codex werde bereits breit genutzt, von Einzelentwicklern bis hin zu großen Unternehmen, sagt OpenAI. Auch intern setzt OpenAI das System ein, um kleine Teams effizienter arbeiten zu lassen. In mehreren Fällen konnten Projekte in deutlich kürzerer Zeit umgesetzt werden als mit klassischen Entwicklungsprozessen. Der gemeinsame Nenner: weniger Kontextwechsel, klarere Aufgabenverteilung und paralleles Arbeiten auf hohem Niveau.

Eine Plattform, viele Zugänge

Codex lässt sich nicht nur über die neue macOS-App nutzen, sondern auch über Terminal, IDE-Erweiterungen und Cloud-Anbindungen. Alle Zugänge greifen auf denselben Verlauf und denselben Arbeitskontext zu. Die App fungiert dabei als zentrale Kommandozentrale, in der alle Agenten und Projekte zusammenlaufen.

Die Codex-App steht ab sofort für Nutzerinnen und Nutzer von ChatGPT Plus, Pro, Business, Enterprise und Edu zur Verfügung. Für einen begrenzten Zeitraum wird der Zugang auch auf weitere Abomodelle ausgeweitet.

Mit der neuen Anwendung versucht OpenAI, eine bekannte Lücke zu schließen: Zwischen der theoretischen Leistungsfähigkeit moderner KI-Modelle und ihrer praktischen Nutzung im Arbeitsalltag. Codex übersetze diese Modellstärke in strukturierte, wiederholbare Prozesse – und soll KI-Agenten damit zu einem festen Bestandteil professioneller Softwareentwicklung machen.

Pauline Dornig

Pauline

Dornig

Online-Redakteurin

IT Verlag GmbH

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