Der Halbleiter-Hersteller Siltronic mit Werk im sächsischen Freiberg rechnet nach einem tristen Jahr 2025 mit einem weiterhin schwierigen Geschäftsumfeld.
Der Preisdruck in der Branche werde auch 2026 außerhalb von Langfristverträgen andauern, teilte das Unternehmen im Zuge der Veröffentlichung der vorläufigen Resultate für 2025 mit. Hinzu kämen negative Wechselkurseffekte.
Das Unternehmen hat seinen Standort zur Fertigung kleinerer Wafer für die Chipindustrie im bayerischen Burghausen im vergangenen Jahr geschlossen. Das werde Spuren hinterlassen, hieß es weiter. Es gebe noch keine detaillierte Prognose für das neue Jahr. Anleger müssen sich wohl bis zur Vorlage der endgültigen Jahreszahlen im März gedulden, dann werden auch Angaben zum Nettoergebnis 2025 erwartet.
Konzernmutter Wacker Chemie mit Rekordverlust
Siltronic gehört zur Wacker Chemie AG. Der Konzern hatte vor wenigen Tagen einen Rekordverlust von 800 Millionen Euro für das vergangene Jahr gemeldet und war tief in die roten Zahlen gerutscht. Beim Chipzulieferer Siltronic sank der Umsatz 2025 um 4,7 Prozent auf 1,35 Milliarden Euro. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) lag mit 317 Millionen Euro rund 13 Prozent unter dem Vorjahr, heißt es weiter.
Die im SDax der kleinen Unternehmen notierte Siltronic AG hatte ihre Produktion in Freiberg 2023 erweitert. Das Unternehmen hat in den Standort nach eigenen Angaben seit 1995 rund eine Milliarde Euro investiert und beschäftigt 880 Mitarbeiter vor Ort.
dpa