Insider berichten von einem spürbar schnelleren Windows 11, Microsoft kündigt weitere Verbesserungen für den Herbst an.
Eine Gruppe von Windows-Insidern hat nach einem Bericht des Portals Windows Latest Zugriff auf eine experimentelle Windows-11-Version erhalten, die sich deutlich reaktionsschneller anfühlen soll. Berichten zufolge öffnet sich dabei unter anderem der Datei-Explorer nahezu unmittelbar nach dem Anklicken – ein Punkt, der in der Vergangenheit häufig als besonders träge kritisiert wurde.
Rückmeldung der Insider fließt in breiteren Rollout ein
Marcus Ash, bei Microsoft zuständig für Design und Nutzerforschung im Bereich Windows & Devices, schrieb den teilnehmenden Insidern:
„Viele von euch haben berichtet, dass sich die Verbesserungen in den experimentellen Builds spürbar anfühlen, besonders bei der allgemeinen Reaktionsfähigkeit des Systems. Diese Rückmeldung kam mit dem klaren Wunsch, diese Verbesserungen für alle auszurollen, damit auch eure Freunde, Familie und andere Menschen in eurem Leben sie erleben können.“
Marcus Ash, bei Microsoft zuständig für Design und Nutzerforschung im Bereich Windows & Devices
Ein Teil davon sei bereits im Gange: Verbesserungen an Startmenü und Taskleiste würden bereits breiter ausgerollt, weitere Änderungen sollen im Laufe des Herbstes folgen. Konkrete Benchmark-Zahlen zum Vergleich der Geschwindigkeit vor und nach den Änderungen nennt Microsoft dabei bislang nicht.
Teil der internen K2-Initiative
Die Verbesserungen sind Teil der von Microsoft intern als „Windows K2″ bezeichneten Initiative, mit der das Unternehmen gezielt auf häufig genannte Kritikpunkte an Windows 11 reagieren will. Bereits im Mai 2026 hatte Microsoft mit dem optionalen Vorschau-Update KB5089573 eine als „Low Latency Profile“ bezeichnete Funktion eingeführt, die die Prozessortaktung kurzzeitig auf das Maximum anhebt, etwa beim Öffnen von Apps oder des Startmenüs. Laut Windows Central sollen dadurch etwa Anwendungen wie Edge oder Outlook bis zu 40 Prozent schneller starten und Systemmenüs bis zu 70 Prozent schneller erscheinen; die Funktion wird inzwischen breiter ausgerollt.
Auch Startzeit und Anmeldung im Fokus
Bei der Elektronikmesse IFA im September 2026 hatte Mark Linton, Vizepräsident für Windows & Devices bei Microsoft, laut Windows Latest zudem erklärt, man habe bereits „deutliche Fortschritte bei Dingen wie der Startzeit und der Reaktionsfähigkeit von Windows Hello“ erzielt – Letzteres das biometrische Anmeldeverfahren von Windows, meist über Gesichtserkennung per Infrarotkamera. Diese Verbesserungen befänden sich laut Linton derzeit noch in internen Testversionen, ein Zeitpunkt für die Veröffentlichung an Insider oder die breite Nutzerschaft stehe noch nicht fest. Microsoft arbeite zudem gezielt daran, Windows 11 auch auf Geräten mit lediglich 8 Gigabyte Arbeitsspeicher performanter zu machen – ein Bereich, der angesichts zuletzt gestiegener Speicherpreise wieder relevanter geworden sei.
(red)