T Secure Fabric

Telekom will Konzerne über fremde Netze hinweg vernetzen

Deutsche Telekom
Bildquelle: Alexander Fedosov/Shutterstock.com

Mit „T Secure Fabric“ will die Deutsche Telekom multinationalen Unternehmen ein Netz aus eigener und fremder Infrastruktur anbieten, das trotz vieler Beteiligter aus einer Hand gesteuert wird.

Die Deutsche Telekom hat mit T Secure Fabric eine neue Plattform vorgestellt, die Unternehmensnetze über mehrere Anbieter, Regionen und Technologien hinweg zusammenführen soll. Vorgestellt wird das Angebot auf der Digital-X-Messe am 8. September in Köln. Zielgruppe sind vor allem multinationale Konzerne, die Standorte, Rechenzentren, Clouds und Partner in unterschiedlichen Ländern anbinden müssen und dabei zunehmend Probleme bekommen, wenn sie auf einzelne Provider oder Infrastrukturen angewiesen sind.

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Fremde Netze unter eigener Regie

Kern des Angebots ist die Kombination von Telekom-eigener Infrastruktur mit Netzen, Technologien und Services ausgewählter Partner. Die Telekom begründet das damit, dass kein einzelner Anbieter weltweit jeden Standort, jedes Rechenzentrum und jede Cloud gleich gut erreicht. Statt Kunden auf ein einziges Backbone festzulegen, will die Telekom verschiedene Provider-Netze technisch und organisatorisch in eine gemeinsame Architektur einbinden. Neue Standorte, Cloud-Anbindungen oder Netzwerkfunktionen sollen sich dadurch schrittweise ergänzen lassen, ohne dass Kunden die Komplexität der einzelnen Partnernetze selbst verwalten müssen. Die Gesamtverantwortung für den Betrieb bleibt bei der Telekom.

„Das Netz darf nicht zum Flaschenhals der Digitalisierung werden“, sagte Niklas Horstmann, COO der Deutsche Telekom Security GmbH, laut Mitteilung des Unternehmens. Unternehmen bräuchten eine Infrastruktur, die mitwachse und auch bei Ausfall einzelner Verbindungen funktioniere.

Verschiedene Netztechnologien parallel nutzbar

Technisch adressiert T Secure Fabric ein Problem, das viele Unternehmen kennen: Je nach Standort und Anwendung kommen unterschiedliche Netztechnologien zum Einsatz, etwa private Standleitungen, MPLS, SD-WAN oder klassische Internet- und Cloud-Anbindungen, häufig parallel. Die Telekom verspricht dafür eine softwarebasierte Steuerungsebene, über die bestehende Netzumgebungen eingebunden und bei Bedarf um weitere Standorte, Clouds oder Partner erweitert werden können. Kunden sollen sich dadurch nicht von vornherein auf eine einzelne Technologie oder ein starres Zielnetz festlegen müssen.

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Als weiteren Vorteil nennt die Telekom mehr Spielraum bei regulatorischen oder geopolitischen Veränderungen, da sich durch die Einbindung mehrerer Provider und Infrastrukturen leichter alternative Wege finden ließen, falls sich rechtliche oder politische Rahmenbedingungen in einzelnen Regionen ändern.

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Sicherheit soll von Anfang an mitgedacht sein

Die Telekom bewirbt die Plattform mit dem Prinzip „Secure by Design“: Sicherheitsanforderungen sollen bereits in Architektur und Entwicklung einfließen und nicht nachträglich aufgesetzt werden. Konkret können Kunden je nach Bedarf auf private, vom öffentlichen Internet getrennte Verbindungen setzen oder internetbasierte Anbindungen kontrolliert in die Gesamtarchitektur einbinden. Zusätzliche Sicherheitsdienste lassen sich laut Telekom je nach Anforderung ergänzen und mit der Connectivity kombinieren.

Details zu Preisen, konkreten Partnern im Ökosystem oder zur technischen Umsetzung der Steuerungsebene nannte die Telekom in ihrer Ankündigung nicht. Wer mehr über das Angebot erfahren will, muss sich bis zur Digital X am kommenden Dienstag gedulden oder auf weitere Informationen der Telekom warten.

(red/Telekom)

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