Digitale Steuererklärung im Aufwind

15 Prozent nutzen bereits KI bei der Steuererklärung

Steuererklärung

Eine repräsentative Bitkom-Umfrage zeigt, dass sich bereits 15 Prozent der Deutschen mit Steuererklärungserfahrung von Künstlicher Intelligenz unterstützen lassen.

Für die Erhebung befragte Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom zwischen der 28. und 32. Kalenderwoche 2026 insgesamt 1.006 Personen ab 16 Jahren in Deutschland, darunter 824 Personen mit bereits abgegebener Einkommensteuererklärung. Der Anteil derjenigen, die ihre letzte Steuererklärung über eine Steuer-App auf dem Smartphone erstellt haben, stieg von 7 auf 13 Prozent, bei den 16- bis 29-Jährigen liegt er bei 20 Prozent. Insgesamt erledigte damit rund jede und jeder Siebte (15 Prozent) die Steuererklärung mobil.

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Am häufigsten genutzt wird weiterhin die elektronische Steuererklärung über Elster am Computer mit 27 Prozent, gefolgt von Steuersoftware für PC oder Laptop sowie einer Steuerberatung mit jeweils 21 Prozent. Nur noch 17 Prozent reichten ihre letzte Erklärung auf Papier ein, bei den Menschen ab 65 Jahren sind es dagegen weiterhin 43 Prozent. Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder ordnete die Entwicklung so ein:

„Mit dem Smartphone wird sie für viele noch bequemer und KI übernimmt zunehmend das, was vielen bei Steuerformularen fehlt.“

Bernhard Rohleder, Bitkom-Hauptgeschäftsführer

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Möglich werde dies dadurch, dass die Finanzverwaltung mit Elster seit Jahren offene Schnittstellen bereitstelle, auf denen Unternehmen entsprechende Angebote aufbauen könnten.

Großes Vertrauen in automatisch erstellte Steuererklärung

Für die Mehrheit bleibt die Steuererklärung dabei eine eher lästige Pflicht: 59 Prozent schieben sie regelmäßig bis zum letzten Moment vor sich her, 34 Prozent überziehen dabei regelmäßig den Abgabetermin, nur 6 Prozent macht sie tatsächlich Spaß. Gleichzeitig besteht großes Interesse an einer vom Finanzamt automatisch mit den eigenen Daten vorausgefüllten Steuererklärung: 47 Prozent würden ein solches Angebot nutzen und lediglich freigeben, 40 Prozent würden einer solchen Erklärung sogar ohne eigene Prüfung vertrauen.

Rohleder kommentierte dies so: „Die Bereitschaft, dem Finanzamt die eigene Steuererklärung zu überlassen, ist groß und ein echter Vertrauensbeweis.“ Eine solche Ein-Klick-Steuererklärung müsse dabei jedoch so gestaltet sein, dass niemand dadurch finanzielle Nachteile erleide. Ein Drittel der Befragten mit Steuererklärungserfahrung (33 Prozent) fordert zudem, der elektronische Weg solle grundsätzlich für alle verpflichtend werden.

(Bitkom/red)

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