SpaceX hat für neue Starlink-Abonnenten eine monatliche Gerätegebühr eingeführt. Gleichzeitig werden beim teuersten Tarif zwei Zusatzleistungen gestrichen.
Wer Starlink neu abonniert, zahlt ab sofort zehn Euro mehr pro Monat. SpaceX hat eine sogenannte Kit-Gebühr eingeführt, die für die Leihstellung der Standard-Antenne anfällt. Bisher war das Gerät ohne Aufpreis im Abo enthalten, was SpaceX erlaubte, mit einem Einstiegspreis von null Euro zu werben.
Miete wird über drei Jahre teurer als Kauf
Wer drei Jahre lang die Mietgebühr zahlt, kommt auf 360 Euro. Zum Vergleich: Das Standard-Kit ist im Handel für rund 299 Euro erhältlich, das Mini-Kit für teils 200 Euro. Auf einer Supportseite weist Starlink darauf hin, dass Kunden alternativ den Kauf des Geräts beantragen oder es vorab im Handel kaufen können.
Zweite Erhöhung binnen weniger Wochen
Schon kurz zuvor hatte SpaceX die monatlichen Grundpreise um fünf bis zehn Dollar erhöht, was bei einem Teil der Nutzerschaft für Verärgerung gesorgt hatte. Warum nun die Gerätegebühr hinzukommt, hat SpaceX bislang nicht erklärt.
Beobachter diskutieren verschiedene mögliche Gründe. Zum einen steht der Börsengang des Unternehmens für diesen Freitag an. Als börsennotiertes Unternehmen wird SpaceX unter stärkerem Druck stehen, regelmäßig gute Quartalszahlen vorzulegen. Aus dem IPO-Prospekt geht hervor, dass Starlink im ersten Quartal 2026 rund 10,3 Millionen zahlende Abonnements hatte, jedoch der durchschnittliche Umsatz je Nutzer im Jahresvergleich von 86 auf 66 Dollar gesunken ist. Zum anderen könnte die Umstellung mit der Einführung neuer Antennen zusammenhängen: Elon Musk stellte am Montag zwei schlankere Geräte vor, die Nachfolger der aktuellen Modelle sein sollen.
(red)