Nach dem großangelegten Angriff auf Salesforce-Kunden über die Salesloft-Drift-Schnittstelle haben nun auch Proofpoint, SpyCloud, Tanium und Tenable Datenverluste bestätigt. Die Attacke soll insgesamt mehr als 700 Unternehmen getroffen haben.
Salesforce-Breach: Weitere Cybersecurity-Anbieter melden Kompromittierung

Ende August wurde bekannt, dass Cyberkriminelle der Gruppe UNC6395 OAuth-Token der Chatbot-Plattform Salesloft Drift missbrauchten, um großflächig auf Salesforce-Daten zuzugreifen. Googles Bedrohungsanalyse-Team dokumentierte, wie die Täter gezielt nach wertvollen Informationen wie Cloud-Zugängen, Kennwörtern und Datenbank-Tokens suchten.
Schadensmeldungen nehmen zu
Der ursprünglich auf Drift-Nutzer begrenzt erscheinende Vorfall weitete sich rasch aus. Google bestätigte zwei Tage später auch Workspace-Kompromittierungen, gefolgt von Schadensmeldungen bei Cloudflare, Palo Alto Networks und Zscaler.
Die jüngsten Eingeständnisse stammen von vier etablierten Security-Anbietern:
Proofpoint räumte ein, dass Angreifer via Drift-Connector auf Salesforce-Datenbestände zugreifen konnten. Gleichzeitig versicherte das Unternehmen, dass Produktsysteme, Kundendaten und interne Infrastrukturen unberührt blieben.
SpyCloud berichtete von kompromittierten CRM-Standardfeldern, während Endnutzerdaten nach derzeitigem Stand verschont geblieben seien. Betroffene Geschäftspartner wurden bereits informiert.
Tanium verlor Namen, Mail-Adressen, Rufnummern sowie Standortangaben an die Eindringlinge. Das Unternehmen betonte, dass ausschließlich Salesforce-Inhalte betroffen waren – die eigene Plattform blieb unangetastet.
Tenable meldete den Abfluss von Support-Ticket-Daten inklusive Betreffzeilen, Problembeschreibungen und Geschäftskontakten. Hinweise auf Datenmissbrauch lägen nicht vor.
Sämtliche Betroffenen leiteten Notfallmaßnahmen ein: Credential-Wechsel, Anwendungsentfernung und verschärfte Systemüberwachung gehörten zum Standardrepertoire der Schadensbegrenzung.






