Start-ups vor dem Aus

Quantencomputing: Gartner erwartet 1,1 Milliarden Dollar

2026 soll der weltweite Umsatz mit Quantencomputing um 22,9 Prozent auf 869,9 Millionen Dollar steigen. Bis 2030 erwartet Gartner viele Pleiten.

Quantencomputing: Gartner erwartet 1,1 Milliarden Dollar

Der weltweite Umsatz mit Quantencomputing wird 2027 nach einer Prognose des Marktforschungsunternehmens Gartner 1,1 Milliarden US-Dollar erreichen. Für 2026 erwartet Gartner einen Umsatz von 869,9 Millionen Dollar, ein Plus von 22,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Staaten und Unternehmen hätten ihre Ausgaben für Ausbildung, Patente, Partnerschaften und die Erprobung erster Anwendungsfälle deutlich erhöht.

„Die frühe Ära des Quantenvorteils ist angebrochen, weil verrauschte Quantenprozessoren mittlerer Größe inzwischen genug Qubits haben, um begrenzte komplexe Aufgaben mit verbesserter Fehlerreduktion zu erledigen.“
Gaurav Gupta, VP Analyst bei Gartner

Fortschritte bei Algorithmen, Gate-Geschwindigkeiten und Skalierung kämen schneller als ursprünglich erwartet.

Finanzbranche überholt öffentlichen Sektor

Bis 2027 bleibt laut Gartner der öffentliche Sektor die Branche mit den höchsten Ausgaben für Quantencomputing. Sie sollen von 219 Millionen Dollar im Jahr 2026 auf 245 Millionen Dollar im Jahr 2027 steigen, getrieben vom Ziel vieler Staaten, technologisch führend zu sein. Ab 2028 soll der Sektor Banken, Finanzen und Versicherungen die Spitze übernehmen und bis 2030 vorn bleiben. 2028 erwartet Gartner dort Ausgaben von 289 Millionen Dollar, im öffentlichen Sektor von 280 Millionen Dollar. Als Anwendungen nennt Gartner die Optimierung von Portfolios, Risikomodelle und Betrugserkennung.

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Mehr als die Hälfte der Start-ups vor dem Aus

Gartner hält den Markt angesichts seiner Größe für überfüllt. Bis 2030 werden laut Prognose mehr als 50 Prozent der Quantencomputing-Start-ups aufgeben müssen, weil ihnen die kommerziellen Einnahmen fehlen. Der Markt werde Qubit-Technologien verdrängen, mit denen sich kein fehlertolerantes Quantencomputing erreichen lässt. CIOs sollten den Einstieg in das Thema laut Gupta als mehrjähriges Vorhaben angehen.

(red)

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