Smartphone und Smartwatch haben sich beim Bezahlen fest etabliert. Immer mehr Menschen greifen an der Kasse lieber zum mobilen Gerät statt zur klassischen Karte. Selbst ältere Generationen ziehen zunehmend nach.
Zwei Drittel zahlen mobil
Der Griff zum Smartphone oder zur Smartwatch ist an der Ladenkasse längst keine Ausnahme mehr. In den vergangenen zwölf Monaten haben 66 Prozent der Deutschen mindestens einmal kontaktlos mit einem dieser Geräte bezahlt. Vor drei Jahren lag dieser Anteil noch bei 51 Prozent.
Die Entwicklung zeigt deutlich, wie stark sich mobile Bezahlmethoden im Alltag verankern. Grundlage ist eine repräsentative Umfrage unter 1.004 Personen ab 16 Jahren im Auftrag des Digitalverbands Bitkom.
Nutzung wird zur Gewohnheit
Für viele ist mobiles Bezahlen längst Routine. Zehn Prozent nutzen Smartphone oder Smartwatch sogar mehrmals täglich an der Kasse. Weitere 22 Prozent zahlen täglich auf diese Weise. Knapp ein Viertel greift mehrmals pro Woche zum mobilen Gerät, während kleinere Anteile dies wöchentlich oder seltener tun.
„Smartwatch und Smartphone erfreuen sich beim Bezahlen wachsender Beliebtheit, weil sie ein sicherer, schneller und bequemer Weg an der Kasse sind“, sagt Alina Bone-Winkel, Expertin für Digital Finance beim Bitkom.
Deutliche Unterschiede beim Alter
Ein genauer Blick zeigt jedoch klare Unterschiede zwischen den Generationen. Während bei den 16 bis 29 Jährigen bereits 78 Prozent mobil bezahlen, liegt der Anteil bei den über 65 Jährigen bei 33 Prozent. Dennoch zeigt sich auch hier ein klarer Aufwärtstrend.
Mobile Payment ist damit längst kein reines Thema der jungen Zielgruppen mehr, sondern erreicht zunehmend die breite Bevölkerung.
Kontaktlos ist Standard
Unabhängig vom Gerät hat sich kontaktloses Bezahlen insgesamt nahezu flächendeckend durchgesetzt. 97 Prozent der Deutschen nutzen zumindest gelegentlich kontaktlose Methoden, sei es mit Karte, Smartphone oder Smartwatch.
Auch bei älteren Menschen ist die Akzeptanz hoch. 95 Prozent der über 65 Jährigen zahlen kontaktlos, bei den Jüngeren sind es sogar 99 Prozent.
Politik soll nachziehen
Die Nutzungshäufigkeit unterstreicht die Bedeutung digitaler Bezahlverfahren im Alltag. 16 Prozent zahlen mehrmals täglich kontaktlos, 39 Prozent täglich und ein Drittel mehrmals pro Woche.
Für den Bitkom ist klar, dass die Infrastruktur Schritt halten muss. Bone-Winkel: „Ob Karte, Uhr oder Handy – wer digital bezahlen möchte, muss dies auch überall tun können. Die Bundesregierung sollte ihr Vorhaben zur verpflichtenden flächendeckenden Akzeptanz von mindestens einer digitalen Bezahlmethode schnellstmöglich umsetzen.“
Hinweis zur Methodik:
Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden 1.004 Personen in Deutschland ab 16 Jahren telefonisch befragt. Die Befragung fand im Zeitraum von KW 9 bis KW 12 2026 statt. Die Umfrage ist repräsentativ. Die Fragestellung lautete: „Welche der folgenden Handlungen haben Sie in den letzten 12 Monaten mehrmals täglich, mehrmals pro Woche, einmal pro Woche, seltener oder nie unternommen?“.
(vp/Bitkom)