Immer mehr Unternehmen in Deutschland legen bei der Erneuerung ihrer IT-Ausstattung Wert auf nachhaltige Nutzung und fachgerechte Entsorgung.
Das zeigt eine aktuelle Befragung des Digitalverbands Bitkom unter rund 600 Unternehmen ab 20 Beschäftigten. Neben Effizienz- und Sicherheitsgründen spielt der Umweltaspekt eine zunehmende Rolle.
Fachgerechte Entsorgung und Weiterverwendung
Die meisten Unternehmen achten darauf, dass ausrangierte Geräte sinnvoll weiterverwendet werden. Drei Viertel der Befragten geben an, noch funktionsfähige Geräte fachgerecht zu entsorgen. Nur ein verschwindend geringer Anteil von 1 Prozent entsorgt solche Geräte zusammen mit normalem Gewerbeabfall.
Ein Drittel der Unternehmen spendet Altgeräte an gemeinnützige Organisationen, darunter Schulprojekte, Jugendinitiativen oder Einrichtungen für Bedürftige. Auf diese Weise werden Geräte nicht nur nachhaltig genutzt, sondern auch gesellschaftlich sinnvoll eingesetzt.
Viele Unternehmen ermöglichen es ihren Mitarbeitenden, von ausrangierter Hardware zu profitieren. 18 Prozent verschenken Geräte direkt an Beschäftigte, 23 Prozent bieten sie zu vergünstigten Konditionen an. Diese Praxis unterstützt nicht nur die Mitarbeitermotivation, sondern verlängert zugleich die Lebensdauer der Geräte.
Professionelle Wiederaufbereitung und Rückgabe
Neben Spenden und interner Nutzung setzen Unternehmen zunehmend auf professionelle Zweitverwertung. 12 Prozent verkaufen Geräte an spezialisierte Dienstleister, die Hardware aufbereiten und wiederverwerten, vier Prozent geben Geräte an beliebige Dritte ab. Außerdem geben 28 Prozent Geräte an den Leasinggeber zurück, während 15 Prozent sie zunächst einlagern, um sie später eventuell erneut zu verwenden.
Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder betont den ökologischen und wirtschaftlichen Nutzen: Wer Geräte länger nutzt oder wiederverwertet, reduziert nicht nur Umweltbelastungen, sondern verringert auch Abhängigkeiten von Lieferketten. Die Wiederverwendung von IT-Hardware trägt damit gleichzeitig zur Standort- und Resilienzpolitik bei.