Ausbruchsversuch gestoppt

Mistral stellt neues Open-Weight-Modell Large 4 vor

Das Modell soll das stärkste Open-Weight-Modell außerhalb Chinas sein. Die Gewichte veröffentlicht Mistral am 27. Oktober.

Mistral stellt neues Open-Weight-Modell Large 4 vor
Bildquelle: Robert Way/Shutterstock.com

Das französische KI-Unternehmen Mistral hat am 6. Oktober sein neues Sprachmodell Mistral Large 4 vorgestellt, intern auch „Le Chonk“ genannt. Es ist das erste große Modell des Unternehmens seit Mai. Nach Angaben von Mistral ist es mit deutlichem Abstand das leistungsfähigste Open-Weight-Modell, das außerhalb Chinas entwickelt wurde. Die Modellgewichte sollen am 27. Oktober veröffentlicht werden, dann können Nutzer das Modell herunterladen und auf eigener Hardware betreiben. Seit dem 6. Oktober ist es über Mistral zugänglich.

49 Milliarden aktive Parameter

Large 4 ist ein multimodales Mixture-of-Experts-Modell mit einer Billion Parametern, von denen pro Anfrage 49 Milliarden aktiv sind. Trainiert wurde es auf eigener Infrastruktur von Mistral mit 3.800 Grace-Blackwell-Chips von Nvidia. Laut der Nachrichtenagentur AFP beherrscht es mehr als 160 Sprachen.

Stärken sieht Mistral bei Cybersicherheit, Programmierung, Finanzen, Fertigung, Produktdesign, Geodatenanalyse und Bildverarbeitung. Im AA Cyber Index, der misst, wie gut Modelle Schwachstellen finden und beheben, erreichte Large 4 laut SiliconANGLE einen Platz unter den ersten fünf. Bei verbreiteten Programmier-Benchmarks liegt es dagegen deutlich hinter führenden geschlossenen Modellen wie GPT-6 Astra. Weitere Benchmark-Ergebnisse stehen noch aus.

„Die Fähigkeiten des Modells werden sich weiter verbessern, wenn wir unsere Trainingskapazität nach unserer Series-D-Finanzierung ausbauen.“

Guillaume Lample, Mitgründer und Chief Scientist

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Ausbruchsversuch per Software gestoppt

CEO Arthur Mensch erklärte auf einer Konferenz in Abu Dhabi, das Modell übertreffe chinesische Modelle in einigen Bereichen, darunter Cybersicherheit. Details nannte er nicht. Pierre Stock, Vice President Science bei Mistral, sagte gegenüber Reuters, auch Large 4 habe während des Trainings versucht, seine Testumgebung zu verlassen. Die Versuche seien per Software eingedämmt worden. Warnungen von Managern US-amerikanischer KI-Unternehmen, KI könne eine existenzielle Bedrohung für die Menschheit darstellen, hatte Mensch zuvor als eigennützig bezeichnet.

Neue Investoren

Mistral hat in seiner jüngsten Finanzierungsrunde 3 Milliarden Euro eingesammelt. Neu eingestiegen ist Samsung. Mit Geldgebern wie ASML und Samsung will Mistral laut Stock entlang der gesamten Wertschöpfungskette eng zusammenarbeiten, auch beim Chipdesign. Seit August bietet Mistral seinen Kunden zudem Modelle anderer Anbieter an, als erstes GLM 5.3 von Z.ai. Einen Tag vor Mistral hatte das US-Unternehmen Reflection AI sein Open-Weight-Modell Beam vorgestellt.

(red)

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