Microsoft beendet Publisher und Project Online, kurz darauf endet auch der Support für Office 2021 – Alternativen kosten teils mehr.
Microsoft zieht in den kommenden Wochen bei zwei älteren Produkten endgültig den Stecker: Die Desktop-Publishing-Anwendung Publisher wird aus Microsoft 365 entfernt, und der Projektmanagement-Dienst Project Online wird eingestellt. Kurz darauf läuft zudem der Support für gekaufte Einzellizenzen von Publisher sowie für Office 2021 aus. Über die Pläne berichtete zuerst das Portal The Register.
Publisher wird aus Microsoft 365 entfernt
Publisher, das noch aus der Zeit von Windows 3.x stammt, hatte Microsoft bereits 2024 zur Ablösung angekündigt. Am 1. Oktober 2026 verschwindet die Anwendung aus den Microsoft-365-Abonnements. Der Support für dauerhaft lizenzierte Einzelversionen endet am 13. Oktober zusammen mit Office LTSC 2021 und der Verbraucherversion Office 2021. Einen direkten Nachfolger für Publisher bietet Microsoft nach eigenen Angaben nicht an.
Project Online und Essentials-Lizenz laufen aus
Project Online wird am 30. September eingestellt. Einen Tag später endet auch Project Online Essentials, eine günstigere Lizenzvariante mit eingeschränktem Zugriff auf Project Online und den Project Server, die seit Oktober 2025 ohnehin nicht mehr an Neukunden verkauft wird. Essentials richtete sich an Nutzer, die lediglich Aufgaben aktualisieren, Zeiterfassungen einreichen und Projektinformationen einsehen mussten, ohne den vollen Funktionsumfang teurerer Pläne zu benötigen. Wer solche Lizenzen weiterhin zuweist, muss betroffene Nutzer laut Microsoft vor dem 1. Oktober auf unterstützte Alternativen umstellen, um Zugriffsunterbrechungen zu vermeiden.
Empfohlene Alternativen und mögliche Mehrkosten
Für Project Online Essentials empfiehlt Microsoft den Wechsel zu Planner Plan 1 oder zur Kombination aus Planner und Project Plan 3, je nachdem, welche Funktionen und Zugriffsrechte auf den Project Server benötigt werden. Der zusätzliche Funktionsumfang kann dabei mit höheren Kosten verbunden sein. Als Alternative zu Microsofts Projektmanagement-Produkten steht unter anderem die Drittanbieter-Software ProjectLibre zur Verfügung, die in dieser Woche mit ProjectLibre Cloud AI 2.0 eine neue Version veröffentlicht hat; sie kostet bei jährlicher Abrechnung knapp 10 US-Dollar pro Nutzer und Monat.
Kein offizieller Support mehr für Office 2021
Für Office 2021 bietet Microsoft nach dem Support-Ende keine offiziellen erweiterten Sicherheitsupdates an. Der Drittanbieter 0patch will nach eigenen Angaben dennoch inoffizielle Sicherheitspatches für kritische Schwachstellen bereitstellen, zunächst für mindestens drei weitere Jahre und bei entsprechender Nachfrage möglicherweise darüber hinaus. Die Patches kosten für Privatnutzer 24,95 Euro pro Jahr, für Unternehmen 34,95 Euro pro PC und Jahr.
(red)