Höhere Anforderungen an Feinmotorik

Meta testet Roboterarme in Rechenzentren

Roboter

Meta erprobt in Rechenzentren Roboter, die künftig einen Teil der bislang von menschlichen Technikern übernommenen Wartungsarbeiten übernehmen sollen.

Laut einem ausführlichen Bericht des Magazins WIRED laufen die Tests bereits seit mehreren Monaten an mindestens zwei Standorten. Am Standort Altoona in Iowa, Metas größtem Rechenzentrumscampus, testet das Unternehmen seit Juni 2025 zwei zweiarmige Roboter des Herstellers Watney Robotics für Verkabelungsarbeiten, bislang unter menschlicher Aufsicht und weiterhin langsamer als menschliche Fachkräfte. Zusätzlich erprobt Meta einen Roboterarm des Herstellers Kinova für das gezielte Aus- und Wiedereinschalten von Servern sowie am neueren Rechenzentrumscampus Prometheus im US-Bundesstaat Ohio Maschinen des Schweizer Automatisierungskonzerns ABB zum erneuten Einsetzen einzelner Bauteile. Bereits zuvor im Einsatz waren zudem selbstfahrende Transportroboter für schwere Serverschränke sowie ein einfacher, fingerähnlicher Mechanismus, der auf Fernbefehl eines Technikers den Einschaltknopf eines Geräts wie eines Mac mini betätigen kann.

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Ein namentlich nicht genannter Meta-Mitarbeiter erklärte gegenüber WIRED zur möglichen Tragweite eines künftig zuverlässig funktionierenden Kabeltausch-Roboters: Man habe gedacht, wer die körperlichen Aufgaben übernehme, sei zumindest noch eine Weile sicher, doch das gelte inzwischen nicht mehr. Ein Firmensprecher, Francis Brennan, verteidigte die Strategie des Unternehmens hingegen und verwies stattdessen auf einen erheblichen Mangel an qualifizierten Arbeitskräften zur Besetzung der eigentlichen Stellen, weshalb das Unternehmen mehr statt weniger Beschäftigte benötige.

Meta: Höhere Anforderungen an Feinmotorik durch wachsende Komplexität

Die zunehmende Komplexität moderner KI-Rechenzentren stellt dabei auch für die eingesetzten Roboter selbst eine eigene Herausforderung dar, da die Feinmotorik im Umgang mit teuren und für den Betrieb entscheidenden Bauteilen erheblich wichtiger wird als bei einfacheren, bereits automatisierten Aufgaben wie dem reinen Transport von Serverschränken. Rückmeldungen von Beschäftigten fielen dabei nicht durchgehend positiv aus, neben grundsätzlicher Sorge um den eigenen Arbeitsplatz beklagten mehrere Mitarbeitende zudem, dass die eingesetzten autonomen Roboter einen erheblichen Teil ihrer Zeit mit dem Aufladen der eigenen Batterie statt mit tatsächlicher Arbeit verbrächten.

Der Ausbau der Automatisierung fällt dabei in eine Phase, in der Meta für das laufende Jahr Investitionsausgaben von 130 bis 145 Milliarden US-Dollar in die eigene KI-Infrastruktur veranschlagt, während laut Berichten allein in diesem Jahr in der gesamten US-Technologiebranche bereits knapp 140.000 Stellen im Zuge fortschreitender Automatisierung wegfielen. Nach Einschätzung mehrerer Fachmedien bedeutet der aktuelle Testbetrieb noch keinen unmittelbar bevorstehenden, umfassenden Stellenabbau, da die eingesetzten Roboter weiterhin langsamer, in ihren Fähigkeiten begrenzt und auf menschliche Aufsicht angewiesen bleiben.

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(red)

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