Milliardendeal?

Linux-Spezialist SUSE soll verkauft werden

Suse
Bildquelle: CryptoFX/Shutterstock.com

Der schwedische Finanzinvestor EQT denkt einem Medienbericht zufolge über einen Verkauf des Linux-Spezialisten SUSE nach.

Das in Luxemburg ansässige Unternehmen könnte dabei deutlich höher bewertet werden als noch beim Börsenrückzug 2023. Wie Reuters unter Berufung auf zwei anonyme Quellen berichtet, prüft EQT derzeit einen Verkauf von SUSE. Eine Investmentbank soll bereits damit beauftragt worden sein, potenzielle Käufer aus dem Private-Equity-Umfeld zu kontaktieren. Konkrete Ergebnisse gibt es bislang nicht, ein Verkauf ist keineswegs beschlossene Sache.

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Vor knapp drei Jahren hatte EQT SUSE für rund 2,72 Milliarden Euro von der Börse genommen. Ein Verkauf zu den kolportierten Konditionen würde den Unternehmenswert in diesem Zeitraum grob verdoppeln.

KI als Rückenwind für Infrastruktursoftware

Obwohl der Technologiesektor derzeit mit sinkenden Bewertungen und stockender M&A-Aktivität kämpft, nicht zuletzt wegen Unsicherheiten rund um den Einfluss von KI auf bestehende Softwareprodukte, gibt es Stimmen, die SUSE als Nutznießer des KI-Trends sehen. Die Argumentation: Wer KI-Anwendungen im Unternehmensumfeld betreiben will, braucht robuste Infrastruktursoftware. Genau das ist SUSEs Kerngeschäft.

Ein Stück deutsche Computergeschichte

SUSE wurde 1992 in Deutschland gegründet und war weltweit der erste Anbieter einer Enterprise-Linux-Distribution. Der Name ist ein Akronym für „Software und System-Entwicklung”. Heute zählen dem Unternehmen zufolge mehr als 60 Prozent der Fortune-500-Konzerne zu seinen Nutzern.

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Lars

Becker

Stellvertretender Chefredakteur

IT Verlag GmbH

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