Schutz privater Kommunikation

Warum KI in Liebesfragen für viele Deutsche keine Rolle spielt

KI-Dating

Künstliche Intelligenz prägt den Alltag vieler Menschen – doch wenn es um Gefühle, Beziehungen und persönliche Nähe geht, bleibt die Mehrheit in Deutschland zurückhaltend.

Eine repräsentative Umfrage von YouGov im Auftrag der Mailanbieter GMX und WEB.DE zeigt, dass emotionale Themen weiterhin überwiegend ohne digitale Unterstützung verarbeitet werden.

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Zurückhaltung bei persönlichen Fragen

Nur ein kleiner Teil der Bevölkerung kann sich vorstellen, KI bei Beziehungsproblemen, familiären Konflikten oder sehr persönlichen Sorgen einzusetzen. Die Skepsis gegenüber künstlicher Nähe ist groß: Viele Menschen halten es für schwer nachvollziehbar, dass zwischen Mensch und Maschine echte emotionale Bindungen entstehen könnten.

Nach Einschätzung von GMX- und WEB.DE-Geschäftsführer Michael Hagenau unterstreichen die Ergebnisse vor allem den Wunsch nach Selbstbestimmung im digitalen Raum. KI werde dort genutzt, wo sie praktische Hilfe bietet – nicht jedoch als Ersatz für menschliches Vertrauen in privaten Angelegenheiten.

Besonders deutlich zeigt sich diese Haltung bei Liebesbotschaften. Die große Mehrheit der Deutschen lehnt es ab, romantische Nachrichten, Flirttexte oder Valentinsgrüße von einer KI verfassen zu lassen. Auch symbolische Gesten gegenüber einer Maschine, etwa ein Dankeschön zum Valentinstag, stoßen überwiegend auf Ablehnung.

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Damit bleibt romantische Kommunikation für viele ein Bereich, in dem Authentizität wichtiger ist als technologische Bequemlichkeit.

Junge Generation deutlich offener

Anders fällt das Bild bei jungen Erwachsenen aus. Innerhalb der Generation Z nutzt ein spürbarer Anteil KI bereits, um über persönliche oder emotionale Themen zu sprechen. Auch beim Formulieren romantischer Texte greifen manche auf digitale Unterstützung zurück. Zudem zeigen sich Jüngere deutlich offener gegenüber der Vorstellung, dass emotionale Bindungen zwischen Mensch und KI möglich sein könnten.

Diese Unterschiede deuten auf einen kulturellen Wandel hin, bei dem technologische Vertrautheit zunehmend auch intime Lebensbereiche erreicht – wenn auch bislang nur in Teilen der Gesellschaft.

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Datenschutz als gemeinsamer Nenner

Trotz aller Differenzen zwischen den Altersgruppen besteht Einigkeit in einem Punkt: dem Schutz privater Kommunikation. Für viele Menschen ist entscheidend, dass persönliche Liebesnachrichten nicht von Algorithmen analysiert oder mitgelesen werden. Der Wunsch nach digitaler Intimsphäre zieht sich durch alle Generationen.

Pauline Dornig

Pauline

Dornig

Online-Redakteurin

IT Verlag GmbH

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