Eine vernetzte Keurig-Kaffeemaschine lud in gut zehn Tagen 1.008 GB hoch und überlastete einen WLAN-Zugangspunkt. Der Besitzer vermutet einen Fehler.
Kaffeemaschine sendet ein Terabyte Daten in zehn Tagen

Eine vernetzte Kaffeemaschine vom Typ Keurig K-Supreme SMART hat innerhalb von zehn Tagen und neun Stunden 1.008,45 GB Daten hochgeladen und 9,94 GB heruntergeladen. Das zeigt ein Screenshot aus dem Netzwerkverwaltungssystem UniFi von Ubiquiti, den ein Nutzer mit dem Namen Nomad auf X veröffentlicht hat. Der Beitrag erreichte innerhalb weniger Stunden fast zwei Millionen Aufrufe.
Zugangspunkt ausgelastet
Die Maschine gehört den Eltern des Nutzers, er verwaltet deren Heimnetz. Nach eigenen Angaben arbeitet er seit mehr als zehn Jahren in der IT und ist beim 3D-Drucker-Hersteller Prusa als Technical Field and Community Specialist tätig. Der Datenverkehr habe einen WLAN-Zugangspunkt vollständig ausgelastet und hätte das Netz lahmlegen können, wenn keine weiteren Zugangspunkte die Last übernommen hätten. Der größte Teil des Datenverkehrs verließ laut Nomad das lokale Netz nicht.
Nach einem Neustart und dem Verschieben des Geräts in ein abgetrenntes virtuelles Netz (VLAN) trat das Problem nicht erneut auf.
„Alles Bösartigere wäre zurückgekommen, sobald es einen Weg ins Internet gesehen hätte. Wahrscheinlich war das ein Fehler in ihrem Netzwerk-Stack.“
Nomad
Reproduzieren konnte er den Fehler nicht. Er vermutet, dass er erst nach längerer Laufzeit auftritt. Eine Analyse des Datenverkehrs etwa mit Wireshark liegt nicht vor. Keurig hat sich gegenüber Cybernews bislang nicht geäußert.
Kaffeemaschine: Rezepte aus der Cloud
Die K-Supreme SMART erkennt Kaffeekapseln, wählt passende Brühparameter und lädt Rezepte für bestimmte Kaffeesorten aus einer Online-Datenbank. Sie lässt sich über Alexa und Google Home einbinden sowie per App aus der Ferne oder zeitgesteuert starten. Die Maschine funktioniert nur in WLAN-Netzen mit 2,4 GHz und WPA2-PSK. Welche Hardware und Firmware sie für die Netzwerkfunktionen nutzt, gibt Keurig nicht an. Cybernews hatte zuvor über eine Waschmaschine von LG berichtet, die täglich 3,6 GB Daten verschickte.
(red)




