Der Winter macht nicht nur Straßen und Gehwege rutschig, sondern stellt auch Smartphones vor Probleme. In vielen Regionen Deutschlands sinken die Temperaturen deutlich unter den Gefrierpunkt und genau das bleibt für mobile Geräte nicht ohne Folgen.
Eine repräsentative Befragung im Auftrag des Bitkom zeigt, dass eine große Mehrheit der Nutzerinnen und Nutzer ihr Smartphone bei Kälte schon einmal als unzuverlässig erlebt hat.
Weit verbreitete Winterprobleme bei mobilen Geräten
Rund zwei Drittel der Befragten berichten von Funktionsstörungen bei niedrigen Temperaturen. Besonders häufig betroffen ist der Akku. Bei Kälte kann er weniger Energie speichern, was dazu führt, dass sich das Smartphone schneller entlädt oder sich sogar abrupt abschaltet. Auch Displays reagieren langsamer, da die verbauten Flüssigkristalle bei niedrigen Temperaturen träger arbeiten. Hinzu kommt das Risiko von Kondenswasser, wenn Geräte häufig zwischen kalter Außenluft und warmen Innenräumen wechseln.
Akkuleistung und Bedienkomfort unter Druck
Neben der verkürzten Akkulaufzeit leidet im Winter auch die Handhabung. Touchscreens sprechen bei Kälte oft verzögert an und sind mit Handschuhen kaum zu bedienen. Mehr als die Hälfte der Nutzerinnen und Nutzer empfindet genau das als störend. Viele greifen deshalb zu einem pragmatischen Mittel und nutzen ihr Smartphone im Freien deutlich seltener als in wärmeren Monaten.
Schutzmaßnahmen für kalte Tage
Ein bewusster Umgang kann helfen, Schäden und Leistungseinbußen zu vermeiden. Empfehlenswert ist es, das Smartphone möglichst körpernah zu tragen, etwa in einer Innentasche. Starke Temperaturwechsel sollten vermieden werden, ebenso das Zurücklassen des Geräts im kalten Auto. Ein ausreichend hoher Akkustand reduziert das Risiko plötzlicher Ausfälle. Zusätzlich ist Vorsicht bei Stößen geboten, da Glas bei Kälte spröder wird und Displays schneller brechen können. Isolierende Schutzhüllen bieten einen zusätzlichen Schutz vor Kälte und Feuchtigkeit.
Bewusstsein vorhanden aber nicht bei allen
Trotz der bekannten Risiken achtet nur etwa die Hälfte der Smartphonebesitzerinnen und Smartphonebesitzer gezielt darauf, ihr Gerät im Winter besser zu schützen. Frauen zeigen sich dabei etwas vorsichtiger als Männer. Für viele bleibt das Smartphone dennoch ein ständiger Begleiter, selbst bei eisigen Temperaturen.
Der Winter ist für Smartphones eine echte Belastungsprobe. Wer sein Gerät auch bei Kälte zuverlässig nutzen möchte, sollte einfache Schutzmaßnahmen in den Alltag integrieren. So lässt sich die Lebensdauer verlängern und unnötiger Ärger an frostigen Tagen vermeiden.