Eine Störung im digitalen Zugfunknetz GSM-R hat am Dienstagabend alle Züge der Deutschen Bahn zum Stehen gebracht. Nach rund zwei Stunden konnten IT-Techniker die Ursache beheben, der Morgen verlief größtenteils reibungslos.
Am Dienstagabend, den 23. Juni 2026, kam es ab etwa 22.30 Uhr zu einem bundesweiten Ausfall des digitalen Bahnfunks GSM-R (Global System for Mobile Communications Railway). Als direkte Folge hielt die Deutsche Bahn vorläufig sämtliche Züge an Bahnhöfen zurück. Der Eingriff betraf den gesamten Fernverkehr.
GSM-R ist das spezialisierte Mobilfunknetz, das in Europa für die Kommunikation zwischen Triebfahrzeugführern und Fahrdienstleitern eingesetzt wird. Ohne funktionierenden Zugfunk dürfen Züge aus Sicherheitsgründen nicht fahren. Die Technologie gilt damit als kritische Infrastruktur für den gesamten Bahnbetrieb.
Ursache identifiziert, Lösung folgte zügig
Kurz nach Mitternacht, um 00.03 Uhr am Dienstag, teilte die DB mit, dass die Ursache der Störung inzwischen identifiziert worden sei. Details zur Fehlerquelle nannte das Unternehmen zunächst nicht. Gleichzeitig kündigte die Bahn an, betroffenen Reisenden Taxi- und Hotelgutscheine auszustellen sowie an geeigneten Bahnhöfen sogenannte Aufenthaltszüge bereitzustellen.
Knapp eine Stunde später, um 00.50 Uhr, meldete die DB Vollzug: Die Störung sei behoben, der Verkehr laufe „Schritt für Schritt“ wieder an. Die IT-Experten hätten „pausenlos“ an der Entstörung gearbeitet.
Morgen weitgehend ungestört
Zum Start des Berufsverkehrs um 6.30 Uhr verlief der Bahnbetrieb laut DB „weitgehend reibungslos“. Vereinzelte Einschränkungen seien noch möglich; Reisenden wurde empfohlen, ihre Verbindung in den Auskunftsmedien (also der DB-App oder bahn.de) zu prüfen.
(red)