Microsoft erinnert Unternehmen daran, dass der IE-Modus in Edge spätestens Ende 2029 abgeschaltet wird, und rät zu frühzeitiger Migration.
Microsoft hat Organisationen über eine Mitteilung im Nachrichtencenter von Microsoft 365 erneut darauf hingewiesen, dass der sogenannte IE-Modus in Microsoft Edge spätestens Ende 2029 eingestellt wird. Die eigentliche Desktop-Anwendung Internet Explorer wurde bereits vor Jahren abgekündigt, lebt über diesen Kompatibilitätsmodus in aktuellen Windows-Versionen aber weiterhin fort.
Was der IE-Modus ist
Der IE-Modus ist eine spezielle Kompatibilitätsfunktion im modernen, auf Chromium basierenden Edge-Browser. Er kann Webseiten mithilfe der Rendering-Engine Trident darstellen, die auch als MSHTML bekannt ist und ursprünglich mit Internet Explorer 4.0 eingeführt wurde. Internet Explorer 11 nutzt die Version MSHTML 7.0 und unterstützt damit unter anderem WebGL-Applets sowie das inzwischen abgeschaltete Kommunikationsprotokoll SPDY. Organisationen, die keine auf Internet Explorer angewiesenen Anwendungen mehr nutzen, müssen laut Microsoft nichts weiter unternehmen.
In der am 16. September veröffentlichten Mitteilung mit der Kennung MC1473151 bekräftigt Microsoft die bereits 2021 angekündigte Zusage, den IE-Modus mindestens bis Ende 2029 zu unterstützen. Eine Abschaltung würde Microsoft demnach mindestens ein Jahr im Voraus ankündigen. Unternehmen, die noch auf den IE-Modus angewiesene Anwendungen betreiben, sollen diese frühzeitig identifizieren und modernisieren, da entsprechende Projekte je nach Umfang mehrere Jahre in Anspruch nehmen können. In der Mitteilung heißt es dazu:
„Frühzeitige Planung kann Ihrer Organisation helfen, Migrationsrisiken zu erkennen und die Wahrscheinlichkeit von Störungen beim Abbau der Abhängigkeit vom IE-Modus zu verringern.“
Microsoft
Unterstützung durch Microsoft
Betroffene Unternehmen sollen ihre IT-Infrastruktur darauf hin überprüfen, welche geschäfts- oder betriebskritischen Anwendungen und Webseiten noch auf den IE-Modus angewiesen sind, um diese anschließend zu aktualisieren, auf andere Systeme umzuziehen, zu ersetzen oder mit modernen Web-Technologien neu aufzubauen. Für die Prüfung der Kompatibilität eigener Anwendungen mit aktuellen Windows-Plattformen bietet Microsoft berechtigten Kunden Unterstützung über den kostenlosen Dienst App Assure an.
(red)