Chinesische Unternehmen erzielen 51,3 Tb/s Übertragungsrate über eine Hohlkernfaser ohne Signalverstärker auf einer Strecke von rund 206 Kilometern.
Ein Konsortium aus China Telecom, Yangtze Optical Fibre and Cable und Dekoli hat den ersten Feldversuch eines Hohlkernfaser-Übertragungssystems abgeschlossen. Bei dem Test auf dem längsten kommerziellen, grenzüberschreitenden Hohlkern-Glasfaserkabel wurde eine Übertragungsrate von 1,2 Terabit pro Sekunde pro Wellenlänge erreicht. Insgesamt betrug die Gesamtkapazität des optischen Kanals 51,3 Terabit pro Sekunde über eine Distanz von ungefähr 206 Kilometern ohne den Einsatz von Signal-Repeatern.
Funktionsweise und Vorteile von Hohlkernfasern
Im Gegensatz zu herkömmlichen Glasfaserkabeln, die Licht durch solides Glas leiten, führen Hohlkernfasern das Licht durch Luft. Diese Struktur verringert die Signalverzögerung und erhöht die Übertragungskapazität des Netzwerks. Die Technologie ist für Core-Infrastrukturen und große Rechenzentren konzipiert. Dem Projektteam gelang es, die Herausforderungen bei der Übertragung von Hochleistungssignalen unter realen Bedingungen außerhalb des Labors zu lösen.
Zur Leistungssteigerung wurde ein adaptiver Mechanismus zur Ratensteuerung pro Wellenlänge mit einer flexiblen Leistungskonfiguration der Kanäle kombiniert. Dies ermöglichte eine hybride Übertragung mit unterschiedlichen Datenraten und Kanalabständen, wodurch das System die Leistung über das gesamte Spektrum hinweg ausbalancieren konnte.
Neue Verstärkerarchitektur und Sicherheitsvorkehrungen
Für das System wurde eine neue Hochleistungsverstärker-Architektur entwickelt, die auf einer kaskadierten Doppelverstärkungseinheit und einer Multi-Element-Dotierung basiert. Das Design sichert eine gleichmäßige Signalverstärkung über die Betriebsbereiche hinweg. Das System erreichte eine maximale Ausgangsleistung von bis zu 33,5 dBm.
Zur Vermeidung von Schäden bei Leitungsausfällen wurden Sicherheitsfunktionen integriert. Dazu gehören die Erkennung von Leistungsanomalien im optischen Pfad zur Überwachung der Signalstabilität, eine automatische Abschaltung bei unsicheren Bedingungen sowie alarmgekoppelte Reaktionsmechanismen zur Fehleridentifikation.
(red)