Die genua GmbH ist von der BWI GmbH als „Innovationstreiber des Jahres“ ausgezeichnet worden.
Im Mittelpunkt steht eine virtualisierte PAP-I-Infrastruktur, mit der sich zentrale IT-Sicherheitsfunktionen für die vertrauliche Kommunikation der Bundeswehr auf deutlich weniger Hardware und nur einer Höheneinheit im Rack abbilden lassen.
Sicherheitsfunktionen auf kleinem Raum
Die BWI, das IT-Systemhaus der Bundeswehr, würdigte das Projekt auf den BWI Industry Days am 1. September 2026 in Berlin. Ausgezeichnet wurde die Entwicklung einer virtuellen PAP-I-Infrastruktur, die den bisherigen Hardware- und Platzbedarf zentraler Sicherheitssysteme reduzieren soll.
Konkret musste genua eine vollständige P-A-P-Struktur mit integrierter Bedrohungserkennung in einer einzigen Höheneinheit umsetzen. Die Lösung soll dabei die Anforderungen an eine VS-NfD-konforme Infrastruktur erfüllen und für eine mögliche Akkreditierung durch die Deutsche militärische Security Accreditation Authority (DEUmilSAA) ausgelegt sein.
Automatisierter Betrieb inklusive Updates
Neben der eigentlichen technischen Architektur gehörte auch die Automatisierung des gesamten Lebenszyklus zu den Anforderungen. Installation, Konfiguration und Aktualisierung der Komponenten sollten in das Gesamtkonzept integriert werden.
Zum Einsatz kommen dabei virtualisierte IT-Sicherheitsprodukte von genua, die vom BSI zugelassen sind. Durch die Virtualisierung lässt sich die benötigte Infrastruktur auf eine Höheneinheit im Rack konzentrieren. Das reduziert nicht nur den Platzbedarf, sondern wirkt sich auch auf Gewicht und Mobilität des Gesamtsystems aus.
Damit adressiert die Lösung insbesondere Einsatzbereiche, in denen IT-Systeme kompakt, verlegefähig und zugleich für den Umgang mit vertraulichen Informationen geeignet sein müssen.
BWI würdigt schnelle Umsetzung
Nach Angaben der BWI zeichnete sich das Projekt vor allem durch die schnelle Umsetzung und den lösungsorientierten Entwicklungsansatz aus. genua habe die ursprüngliche Aufgabenstellung weitergedacht und innerhalb kurzer Zeit eine praktisch nutzbare technische Lösung entwickelt.
Thomas Holzapfel, Chief Procurement Officer der BWI GmbH, erklärt: „Wir freuen uns, mit der genua GmbH einen innovativen und verlässlichen Partner für IT-Security an unserer Seite zu haben und mit ihm die digitale Souveränität der Bundeswehr voranzutreiben.“
Auch bei genua wird die Auszeichnung als Ergebnis der Zusammenarbeit mit der BWI eingeordnet. Geschäftsführer Matthias Ochs sagt: „Wir haben gezeigt, dass wir in der Lage sind, drängende Herausforderungen der BWI im Hinblick auf Hardwarebedarf, Größe, Gewicht und Verlegefähigkeit zentraler IT-Funktionsgruppen für die vertrauliche Kommunikation in der Bundeswehr zu lösen.“
Teil einer längerfristigen Zusammenarbeit
Für genua ist der Award zugleich eine Würdigung der bisherigen Zusammenarbeit mit der BWI. Das Unternehmen verweist dabei auf mehrere gemeinsame Projekte im Bereich der IT-Sicherheit.
Die Auszeichnung wurde im Rahmen der BWI Industry Days vergeben. Die Veranstaltung bringt Vertreter aus Industrie, Wissenschaft, Forschung und Militär zusammen und stand 2026 unter dem Motto „Digitalisierungsoffensive für die Bundeswehr: Gemeinsam schneller, effizienter, resilienter“.
Mit der virtualisierten PAP-I-Infrastruktur steht dabei vor allem ein konkreter technischer Ansatz im Mittelpunkt: Sicherheitsfunktionen für die vertrauliche Kommunikation sollen auf weniger Hardware konzentriert und dadurch kompakter sowie mobiler einsetzbar werden.
(red/genua)