Nachdem Microsoft Manifest V2 in Edge auslaufen lässt, bleibt Firefox als einziger großer Browser mit vollem uBlock-Origin-Support.
Manifest legt grundlegend fest, welche Berechtigungen Browsererweiterungen erhalten. Während Version 2 Erweiterungen wie uBlock Origin weitreichende Möglichkeiten einräumte, Webanfragen zu prüfen und zu blockieren, schränkt Version 3 genau diese Fähigkeiten deutlich stärker ein. Google hatte die Umstellung auf Manifest V3 bereits 2020 eingeleitet, den eigentlichen Auslauf von Manifest V2 2024 gestartet, woraufhin weitere Chromium-basierte Browser wie Edge, Opera, Brave und Vivaldi denselben Weg einschlugen. Da Chromium den größten Teil des weltweiten Browsermarkts stellt, bleiben Nutzern, die auf die volle Funktionalität von uBlock Origin angewiesen sind, damit zunehmend nur noch wenige Alternativen.
Mozilla bestätigte über die Plattform Bluesky ausdrücklich, an der eigenen Unterstützung für uBlock Origin festzuhalten. Auch Apples Safari unterstützt die vollständige Version des Werbeblockers nicht, da der Browser über ein eigenes Erweiterungssystem verfügt, in das sich uBlock Origin in seiner klassischen Desktop-Form nicht einbinden lässt. Der Browser von DuckDuckGo befindet sich in einer ähnlichen Lage: Er bringt zwar eigene, integrierte Datenschutz- und Werbeblockierfunktionen mit, entspricht damit jedoch nicht dem Einsatz der vollständigen uBlock-Origin-Erweiterung. Die eigens für Manifest V3 entwickelte Lite-Version von uBlock Origin ist zudem deutlich eingeschränkter und verzichtet auf einen Teil der fortgeschrittenen Filterfunktionen des Originals.
Firefox uBlock-Origin-Unterstützung: Schutz vor mehr als Bannern
Bei der Debatte geht es dabei um mehr als reine Werbebanner: Leistungsfähige Inhaltsblocker können auch Tracking-Technologien sowie potenziell schädliche oder aufdringliche Skripte am Laden hindern, bevor diese überhaupt ausgeführt werden. Googles Architekturentscheidungen bei Chromium wirken sich aufgrund der Marktdominanz des Projekts damit weit über den eigenen Chrome-Browser hinaus aus, während Firefoxs fortgesetzte Unterstützung von uBlock Origin Nutzern eine Alternative außerhalb des Chromium-Ökosystems bietet. Auch wenn der eigene Nutzeranteil von Firefox in den vergangenen Jahren leicht zurückgegangen ist, könnte die weiterhin vollständige Unterstützung von uBlock Origin nach Einschätzung von Beobachtern für manche Nutzer ein triftiger Grund für einen Browserwechsel werden.
(red)