1.800 neue betrügerische Online-Shops

Länder wollen schnellere Abschaltung von Fake-Shops

Betrugsprävention im E-Commerce

Gefälschte Online-Shops machen Einkaufen riskant. Die Länder wollen mehr Tempo bei der Abschaltung – und sehen den Bund in der Pflicht.

Die Verbraucherschutzminister der Länder dringen beim Bund auf einen nationalen Aktionsplan zur leichteren Abschaltung von Fake-Shops. Brandenburgs Verbraucherschutzministerin Hanka Mittelstädt (SPD) sagte in Potsdam, gefälschte Online-Shops müssten schneller vom Netz genommen werden, dafür brauche es effektivere Verfahren als bislang. Der Bund solle prüfen, wie eine schnellere Abschaltung möglich ist. 

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Laut Verbraucherzentrale entdeckt ein Fake-Shop-Finder im Internet jeden Monat rund 1.800 neue betrügerische Online-Shops.

Die Verbraucherschutzminister einigten sich bei ihrer Konferenz in Potsdam auf einen Antrag, wonach unter Federführung des Bundes ein Aktionsplan gegen Fake-Shops erarbeitet werden soll. Brandenburg hat den Vorsitz der Konferenz inne. 

Bislang seien die Verfahren in Deutschland zur Sperrung betrügerischer Seiten zu langwierig und komplex, sagte Verbraucherschutzministerin Mittelstädt. «Polizei, Justiz, Verbraucherschutz und Cybersicherheit – in Deutschland sind viele verschiedene Stellen zuständig. Um eine effektive Bekämpfung von betrügerischen Webseiten zu beschleunigen, brauchen wir eine bessere Zusammenarbeit.» Auch Verbraucherzentralen fordern, die Bekämpfung von Internet-Fake-Shops solle bundeseinheitlich geregelt werden.

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Zudem setzen sich die Länder-Verbraucherminister für ein rasches Verbot von elektronischen Einweg-Zigaretten ein und für transparentere Preise an Ladesäulen für Elektrofahrzeuge.

dpa

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