Wechsel zum Claude-Entwickler nach Kritik

Ex-OpenAI-Forscher Jan Leike wechselt zu Anthropic

Claude
Bildquelle: Tada Images /Shutterstock.com

Ein bedeutender Abgang bei OpenAI könnte den aufstrebenden Rivalen Anthropic stärken. Jan Leike, der als Co-Leiter des OpenAI-Sicherheitsteams “Superalignment” für Aufsehen sorgte, wechselt zu Anthropic. Dort wird er eine neue Arbeitsgruppe zu KI-Sicherheit und Kontrollierbarkeit leiten.

Leike hatte OpenAI Anfang Mai mit deutlicher Kritik an der Firmenausrichtung in puncto KI-Sicherheit verlassen. Bei Anthropic soll er sich nun auf Themen wie “skalierbare Aufsicht”, “Generalisierung schwacher zu starker KI” und automatische Anpassung der KI-Ziele konzentrieren.

Anzeige

Der Zug des gefragten Forschers ist ein Coup für Anthropic. Das vom OpenAI-Mitgründer Dario Amodei 2021 gegründete Start-up versucht sich mit Claude als verantwortungsbewusstere Alternative zum kommerziell orientierten OpenAI zu positionieren. Mehrere Ex-Kollegen Amodeis aus der OpenAI-Frühphase arbeiten bereits bei Anthropic.

Für OpenAI ist Leikes Abgang ein personeller Rückschlag in der zentralen Frage der Sicherheitskontrollen für superintelligente Systeme. Das ehemalige “Superalignment”-Team wurde gerade aufgelöst, da Führungskräfte dessen ambitionierte Ziele wie die Bewältigung technischer KI-Kontrollherausforderungen in vier Jahren für unrealistisch hielten.

Anthropic betont die Wichtigkeit von “Aufsichts”-Methoden also, das beabsichtigte Verhalten selbst leistungsstarker KI vorherzusagen und zu steuern. Dies dürfte ein Schwerpunkt von Leikes neuem Team werden, das direkt an den Anthropic-Wissenschaftschef Jared Kaplan berichten wird.

Anzeige

Lars

Becker

Stellvertretender Chefredakteur

IT Verlag GmbH

Anzeige

Weitere Artikel

Newsletter
Newsletter Box

Mit Klick auf den Button "Jetzt Anmelden" stimme ich der Datenschutzerklärung zu.