E-Learning – die Zukunft des Lernens?

Die Digitalisierung prägt die das Lernen schon heute ganz erheblich. In Zukunft werden E-Learning Angebote immer komplexer und facettenreicher werden, zudem werden sicherlich auch neue Technologien wie VR und AR in den kommenden Jahren für nachhaltige Veränderungen sorgen.

Doch was ist bereits heute möglich und welche Entwicklungen im Bereich E-Learning sind in den kommenden Jahren zu erwarten?

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Was genau ist E-Learning?

Es gibt keine allgemein gültige Definition von E-Learning. Prinzipiell umfasst man mit diesem Begriff sämtliche Lernformen, bei denen elektronische bzw. digitale Medien zum Einsatz kommen. Während E-Learning Elemente in der Vergangenheit vor allem bei der Wissensvermittlung an Fernschulen eingesetzt wurde, werden entsprechende Methoden und Medien zunehmend mehr auch im Präsenzunterricht eingesetzt.

Die Digitalisierung des Unterrichts wird nicht nur in Schulen und Hochschulen vorangetrieben, nahezu alle Bildungseinrichtungen setzen verstärkt auf den Einsatz digitaler Medien und Plattformen. Maßgeblich dazu beigetragen haben nicht zuletzt auch die Lockdowns der letzten Monate, welche Präsenzunterricht nicht zuließen. Die Bereitschaft und das Verständnis für digital unterstützte Lehrveranstaltungen und den Einsatz entsprechender Technik, ist sowohl bei Lehrern und Professoren, als auch bei Eltern stark gestiegen.

 

Sinnvolle Ergänzung analoger Herangehensweisen

Es gibt sicherlich Trends innerhalb des E-Learnings, die in einigen Jahren nicht mehr relevant sind, schlichtweg aus dem Grund, dass sich bestimmte Technologien nicht lange halten, weil sie durch bessere ersetzt werden. Andere Aspekte des E-Learning hingegen werden beibehalten werden, weil sie gut mit dem menschlichen Lernverhalten korrelieren. Es gibt eine ganze Reihe unterschiedlicher digitale Lernformen und Konzepte. In der Regel handelt es sich dabei um die Ergänzung analoger Herangehensweisen und nicht um deren Ersetzung. Je nach Anspruch und den jeweiligen Bedürfnissen kommen folgende Tools zum Einsatz:

Fernlehre / Live Online Teamarbeit

Microsoft Teams, Zoom, Skype und Co. ermöglichen das unkomplizierte Zusammenarbeiten im Team. Videokonferenzen, Lehrveranstaltungen oder Präsentationen lassen sich mit den entsprechenden Programmen sehr einfach umsetzen.

Texte bearbeiten

Nicht selten geht es beim Lernen darum, gemeinsam in einer Gruppe Texte zu analysieren oder zu bearbeiten. Google Docs, Etherpad oder CryptPad stellen geeignete Werkzeuge dar, mit denen gemeinsam und synchron (teilweise auch verschlüsselt) an Textdokumenten gearbeitet werden kann.

Brainstorming / Mindmapping

Am Anfang von Projekten steht in vielen Fällen ein Brainstorming. Um dies auch digital tun zu können, stehen Tools wie draw.io, Conceptboard oder Flinga. Mit diesen Werkzeugen können Diagramme und Mindmaps gemeinsam im Team erstellt und bearbeitet werden.

Präsentationen

Adobe Spark, Canva oder Prezi bieten die Möglichkeit, Präsentationen zu erstellen und diese kollaborativ zu bearbeiten. Neben Bildern und Grafiken können selbstverständlich auch audiovisuelle Elemente in die Präsentationen eingefügt werden.

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Nichts geht ohne eBooks

Gedruckte Lernunterlagen geraten in den meisten Bildungsmaßnahmen seit geraumer Zeit zunehmend in den Hintergrund, schriftliche Lernmaterialien werden immer öfter als E-Books angeboten. Neben dem ökologischen Faktor, der Vermeidung von Papier, hat dies auch weitere Vorteile für Lehrende und Lernende:

  • E-Books können zentral bereitgestellt werden.
  • E-Books ermöglichen jederzeit einen Plattform-unabhängigen Zugriff.
  • E-Books machen schwere Taschen oder Rucksäcke für gedruckte Lernunterlagen obsolet.
  • Suchfunktionen, verlinkte Inhaltsverzeichnisse, Markierungen und Notizen erleichtern die Navigation und Orientierung innerhalb der E-Books.

Nahezu alle Anbieter von schriftlichen Lernmaterialien haben heutzutage entsprechende digitale Versionen im Programm. Unter folgendem Link kann man sich einen Überblick in Sachen eBook Anbieter verschaffen.

Die Vorteile von E-Learning im Überblick:

• effizienteres Lernen durch den Einsatz ergänzender Tools
• Remote-Learning ermöglicht das flexible, ortsunabhängige gemeinsame Lernen
• Content Creation Tools ermöglichen das Erstellen von individuellen Lerninhalten
• Multimedialität, Multimodalität, Multicodalität und Interaktivität
• flexibel und zeitunabhängig lernen oder in Gruppen arbeiten

Fazit

Die meisten Experten gehen davon aus, dass die Zukunft des Lernens im E-Learning liegt. Es ist zudem sehr unwahrscheinlich, dass die technischen Möglichkeiten, die bereits heute bestehen, in Zukunft nicht mehr genutzt werden. Dennoch warnen manche Kritiker davor, sich nicht komplett in digitale Welten zu begeben, auch und gerade beim Lernen nicht. Schon jetzt ist es prinzipiell möglich, per VR-Brille in einem virtuellen Klassenzimmer oder Hörsaal Platz zu nehmen.

Der bloße Einsatz digitaler Medien im Unterricht oder bei Lehrveranstaltungen ist sicherlich eine sinnvolle Ergänzung bzw. eine Verbesserung des Lehrangebots. Die Gefahr besteht allerdings darin, dass Präsenzveranstaltungen in Zukunft gar nicht mehr stattfinden und alles digital von zu Hause aus getan werden kann. Bei der Wissensvermittlung ist der reale Kontakt und der direkte Austausch ein wichtiger Aspekt, der langfristig nicht auf der Strecke bleiben sollte.
 

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