Mit starken Coding-Fähigkeiten

DeepSeek kündigt neues KI-Flaggschiff mit starken Coding-Fähigkeiten an

DeepSeek
Bildquelle: QINQIE99/Shutterstock.com

Nach Monaten relativer Stille plant das chinesische KI-Startup DeepSeek offenbar die Veröffentlichung seines nächsten Flaggschiff-Modells. V4 soll besonders bei Coding-Aufgaben punkten und könnte etablierte Modelle herausfordern.

Das chinesische KI-Unternehmen DeepSeek, das Anfang 2025 mit seinem R1-Modell für Aufsehen sorgte, arbeitet an einem neuen Spitzenmodell. Nach einer Phase der Zurückhaltung, in der es deutlich ruhiger um das Startup geworden war, soll nun die nächste Generation mit der Bezeichnung V4 in Vorbereitung sein. Das berichtet The Information unter Berufung auf Insider.

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Der anvisierte Veröffentlichungszeitraum liegt demnach um das chinesische Neujahrsfest Mitte Februar herum. Konkret festgelegt ist der Termin allerdings noch nicht. Interessant ist der Zeitpunkt insofern, als DeepSeek bereits im Vorjahr auf diese Timing-Strategie setzte: Das R1-Modell erschien am 20. Januar, nur eine Woche vor den Neujahrsfeiertagen in China.

Schwerpunkt auf Programmier-Kompetenz

Bei V4 legt DeepSeek den Schwerpunkt auf Coding-Fähigkeiten. Interne Tests sollen darauf hindeuten, dass das Modell in diesem Bereich mit führenden Systemen wie OpenAIs GPT-Reihe oder Anthropics Claude mithalten oder diese sogar übertreffen könnte. Programmierkompetenz gilt in der Branche als wichtiger Gradmesser für den praktischen Nutzen von KI-Systemen, insbesondere im Enterprise-Bereich.

DeepSeeks bisheriges Flaggschiff R1 hatte im Januar weltweit Beachtung gefunden – weniger wegen technischer Durchbrüche als vielmehr wegen der Kosteneffizienz. Während US-Konzerne Milliarden in Recheninfrastruktur investieren, erreichte DeepSeek vergleichbare Resultate mit deutlich geringerem Aufwand. Dies führte zeitweise zu Kursverlusten bei amerikanischen Chip-Herstellern und löste Diskussionen über Hardware-Anforderungen und Entwicklungskosten im KI-Sektor aus.

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V3.2 als Zwischenschritt

Im Dezember hatte DeepSeek bereits V3.2 vorgestellt, das bei bestimmten Benchmarks andere aktuelle Modelle übertroffen haben soll. Ein grundlegender architektonischer Nachfolger der Kernplattform stand bislang jedoch aus. V4 könnte diese Lücke nun schließen.

Das von High-Flyer Quant, einem quantitativen Hedgefonds, unterstützte Startup positioniert sich weiterhin als kostengünstige Alternative zu den großen amerikanischen Anbietern. Ob V4 erneut für Marktbewegungen sorgen wird, bleibt abzuwarten.

Lars

Becker

Redakteur

IT Verlag GmbH

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