Emojis gehören für die meisten Deutschen längst zum digitalen Alltag. Besonders beliebt sind in diesem Jahr Symbole rund um Lachen und Freude, gefolgt von Herzen und Liebesbekundungen.
Gleichzeitig zeigt eine neue Bitkom-Umfrage, dass die kleinen Bildzeichen nicht immer eindeutig verstanden werden und gerade im beruflichen Umfeld für Missverständnisse sorgen können.
Gute Laune führt die Emoji-Rangliste an
12 Prozent der Emoji-Nutzerinnen und -Nutzer nennen Motive rund um Lachen und Freude als ihre Favoriten. Damit liegen sie an der Spitze der beliebtesten Emoji-Kategorien. Liebe und Herzen folgen mit 11 Prozent auf dem zweiten Platz.
Auf weitere 8 Prozent kommen Gesten und Handzeichen wie der Daumen hoch, Klatschen oder Winken. Ironische und sarkastische Emojis erreichen 7 Prozent.
Die Zahlen stammen aus einer repräsentativen Befragung von 1.004 Menschen in Deutschland ab 16 Jahren, die Bitkom anlässlich des World Emoji Days am 17. Juli in Auftrag gegeben hat.
Emojis sind für viele Nachrichten selbstverständlich
Insgesamt verwenden 89 Prozent der Befragten Emojis. Mehr als ein Viertel, genauer gesagt 26 Prozent, nutzt sie in jeder Nachricht. Weitere 36 Prozent setzen die Symbole in der Mehrheit ihrer Nachrichten ein.
Bei jüngeren Menschen ist die Nutzung besonders stark verbreitet. Von den 16- bis 29-Jährigen verwenden 36 Prozent Emojis in jeder Nachricht. 43 Prozent tun dies in der Mehrzahl ihrer Nachrichten.
Bei den Menschen ab 65 Jahren fällt die Nutzung deutlich zurückhaltender aus. 14 Prozent verwenden Emojis in jeder Nachricht, 26 Prozent in den meisten Nachrichten. Gleichzeitig verzichten 26 Prozent der älteren Befragten vollständig auf die kleinen Symbole.
Nicht jeder versteht jedes Emoji gleich
Die hohe Verbreitung bedeutet allerdings nicht, dass die Bedeutung aller Emojis eindeutig ist. 43 Prozent der Befragten geben an, nicht immer zu wissen, wofür einzelne Emojis stehen. Bei den über 75-Jährigen steigt dieser Anteil auf 52 Prozent.
Auch die Einstellung zu neuen Emojis fällt unterschiedlich aus. 41 Prozent freuen sich, wenn neue Symbole hinzukommen. 26 Prozent fühlen sich dagegen von Emojis genervt. Weitere 39 Prozent sind der Meinung, dass die Bildzeichen im Berufsleben nichts zu suchen haben.
Dr. Sebastian Klöß, Experte für Consumer Technology beim Bitkom, sieht darin ein typisches Merkmal digitaler Kommunikation: „Emojis können Missverständnisse verhindern, oder auch neue schaffen.“ Die Bedeutung eines lachenden Gesichts könne je nach Kontext freundlich, ironisch oder unpassend wirken.
Für Bitkom zeigen Emojis, wie sich digitale Kommunikation verändert hat. Nachrichten werden schneller, kürzer und informeller – sollen aber trotzdem persönliche und emotionale Nuancen vermitteln.
Gerade im beruflichen Umfeld ist deshalb ein bewusster Umgang gefragt. Wo es um wichtige Informationen, Anweisungen oder sensible Inhalte geht, sollten Emojis nicht die eigentliche Aussage ersetzen.
„Gerade im Job gilt deshalb: Emojis bewusst einsetzen und wichtige Botschaften klar ausformulieren“, empfiehlt Klöß.
(red/Bitkom)