Für 2 Mrd. US-Dollar

Cisco will Cybersecurity-Startup Axonius kaufen

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Bildquelle: Emagnetic / Shutterstock.com

Der Netzwerkausrüster Cisco steht angeblich vor der Übernahme des israelischen Cybersecurity-Startups Axonius. Der Deal könnte dem Vernehmen nach rund 2 Milliarden US-Dollar umfassen. Doch Axonius dementierte eine Übernahme auf eine Medienanfrage.

Wie aus gut unterrichteten Kreisen verlautet, befindet sich Cisco in fortgeschrittenen Gesprächen über eine Übernahme von Axonius (via Calcalist). Der Kaufpreis soll bei etwa 2 Milliarden Dollar liegen, was einem deutlichen Abschlag zur letzten Bewertung von 2,6 Milliarden Dollar entspricht. Axonius operiert in einem ähnlichen Marktsegment wie der Konkurrent Armis, der im vergangenen Monat für 7,75 Milliarden Dollar an ServiceNow verkauft wurde.

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Seit der Gründung hat Axonius rund 700 Millionen Dollar von namhaften Investoren eingesammelt, darunter Accel, Silver Lake, Bessemer Venture Partners, Iconiq Capital und Alkeon Capital. Auf Calcalist-Anfrage dementierte Axonius die Übernahmegespräche: “Axonius führt keine Verhandlungen mit Cisco über eine Übernahme. Unsere Strategie ist es, ein dauerhaft unabhängiges Unternehmen aufzubauen. Unser Fokus liegt auf der Umsetzung, dem Service für unsere Kunden und unserem weiteren Wachstum.”

Asset-Management für komplexe IT-Infrastrukturen

Das 2017 in New York gegründete Unternehmen wurde von Dean Sysman, Ofri Shur und Avidor Bartov ins Leben gerufen, die alle aus den Elite-Cyber-Einheiten der israelischen Streitkräfte stammen. Axonius bietet eine umfassende Plattform für die Verwaltung und Absicherung von Geräten in Unternehmensnetzwerken. Die Lösung erstellt einen zentralen Asset-Katalog, identifiziert Lücken in der bestehenden Sicherheitsabdeckung und setzt automatisch Sicherheitsrichtlinien durch.

Die Plattform integriert sich mit über 300 Sicherheits- und Management-Lösungen, lässt sich innerhalb weniger Minuten implementieren und soll die Sicherheitsabdeckung unmittelbar verbessern. Axonius adressiert damit ein zentrales Problem vieler Großorganisationen: die mangelnde Transparenz über ihre digitalen Assets. In Umgebungen, in denen jeder Mitarbeiter Computer, Smartphones, diverse Cloud-Anwendungen und zahlreiche Benutzerkonten nutzt, verlieren Unternehmen schnell den Überblick darüber, was mit dem Netzwerk verbunden ist und ob diese Verbindungen sicher sind.

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Die Software verbindet sich mit vorhandenen IT-Tools wie Antivirenprogrammen, Cloud-Systemen und Benutzerverwaltungsplattformen und korreliert die Daten zu einer “Single Source of Truth”. Geräte oder Anwendungen, die nicht ausreichend gesichert sind oder gegen Unternehmensrichtlinien verstoßen, werden automatisch erkannt. Das System kann auch automatisch Gegenmaßnahmen ergreifen, etwa unbefugte Nutzer blockieren oder fehlende Updates installieren.

Lars

Becker

Redakteur

IT Verlag GmbH

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