Zweifel am Alter der angebotenen Daten

Hacker bieten angeblich 140 Millionen BlaBlaCar-Datensätze an

Blablacar
Bildquelle: BalkansCat/Shutterstock.com

Hacker bieten angeblich Daten von 140 Millionen BlaBlaCar-Nutzern an. Die Stichprobe umfasst E-Mail-Adressen, Telefonnummern und Passwort-Hashes.

In einem Cybercrime-Forum bietet ein Akteur angeblich eine Datenbank mit 140 Millionen Nutzerdatensätzen der Mitfahrplattform BlaBlaCar zum Verkauf an. Das französische Unternehmen ist in 21 Ländern in Europa und Lateinamerika aktiv und zählt nach eigenen Angaben mehr als 100 Millionen Mitglieder. Eine offizielle Bestätigung des Vorfalls durch das Unternehmen liegt bislang nicht vor. Die Ankündigung fällt in eine Phase, in der BlaBlaCar die Expansion in 20 weitere Märkte vorbereitet.

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Analyse der veröffentlichten Datenstichprobe

Zur Untermauerung der Behauptung verlinkte der Anbieter eine Stichprobe von 43 Datensätzen, die von Sicherheitsforschern von Cybernews ausgewertet wurden. Die Stichprobe enthält unter anderem folgende Informationen:

  • E-Mail-Adressen und Telefonnummern
  • Mit dem Bcrypt-Verfahren gehashte Passwörter
  • Angaben zum Kontostatus und zum Geschlecht
  • Geräteinformationen wie Betriebssystem und App-Version
  • Fahrzeugdetails wie Herstellermarken von registrierten Fahrern

Sicherheitsforscher weisen darauf hin, dass die Kombination aus Kontaktdaten, Geräteinformationen und Fahrzeugdaten für gezielte Phishing-Versuche oder betrügerische Anrufe genutzt werden kann.

Zweifel am Alter der angebotenen Daten

Der genaue Umfang und die Aktualität der Daten sind bislang nicht unabhängig verifiziert. Die Analyse der Zeitstempel in der Stichprobe lässt darauf schließen, dass es sich möglicherweise nicht um einen aktuellen Einbruch handelt. Ein Sicherheitsforscher von Cybernews äußerte sich zur Datenbasis folgendermaßen:

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„Ich bin etwas skeptisch, wie alt diese Daten sind. Die jüngsten Datumsangaben liegen um das Jahr 2025. Ich habe jedoch keine weiteren Beiträge darüber gesehen und auch keine Nachrichtenkanäle, die zuvor darüber berichtet hätten.“

Sicherheitsforscher von Cybernews

Ob es sich um einen neuen Sicherheitsvorfall handelt oder ob ältere Datensätze erneut im Netz zirkulieren, bleibt unklar.

(red)

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