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Überbrückung von Wartezeiten

Digitale Gesundheit: Jeder Fünfte hat eine App auf Rezept erhalten

56 Prozent kennen digitale Gesundheitsanwendungen. Bei den Anbietern ist die Stimmung schlecht: 85 Prozent sehen ihre Lage verschlechtert.

Digitale Gesundheit: Jeder Fünfte hat eine App auf Rezept erhalten

20 Prozent der Menschen in Deutschland haben bereits eine App auf Rezept verschrieben bekommen, 15 Prozent haben die Verordnung auch eingelöst. Weitere 36 Prozent haben von den digitalen Gesundheitsanwendungen (DiGA) gehört, bislang aber keine verschrieben bekommen. Insgesamt kennen damit 56 Prozent die App auf Rezept. Das zeigt eine repräsentative Umfrage von Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. Befragt wurden zwischen Ende August und Ende September 2026 telefonisch 1.132 Personen ab 16 Jahren.

Ärztinnen und Ärzte sowie Psychotherapeuten können DiGA etwa bei Rückenschmerzen, Depressionen oder chronischen Erkrankungen verordnen. Die Kosten übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen. Möglich ist das seit dem Digitale-Versorgung-Gesetz von 2019. Zugelassene Anwendungen führt das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) in einem Verzeichnis.

Überbrückung von Wartezeiten

44 Prozent der Befragten würden eine App nutzen, um lange Wartezeiten auf eine Behandlung zu überbrücken. 33 Prozent sind der Meinung, dass eine App auf Rezept die Behandlung im Alltag erleichtert. 49 Prozent wünschen sich, dass Ärzte und Psychotherapeuten häufiger darüber informieren. 41 Prozent glauben dagegen, dass ihnen eine solche App nicht helfen könne, 27 Prozent verstehen ihren Nutzen nicht.

„Wer Wochen oder gar Monate auf einen Arzt- oder Therapietermin warten muss, sollte in dieser Zeit nicht allein gelassen werden.”
Bernhard Rohleder, Bitkom-Hauptgeschäftsführer

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Anbieter sehen geringe Investitionssicherheit

In einer separaten, nicht repräsentativen Online-Befragung des Bitkom unter 34 Unternehmen, die Apps auf Rezept entwickeln oder anbieten, geben 85 Prozent an, dass sich ihre wirtschaftliche Lage in den vergangenen zwei Jahren verschlechtert hat. 76 Prozent bewerten die Investitionssicherheit unter den aktuellen Rahmenbedingungen als gering oder sehr gering. Die Hälfte der Anbieter plant dennoch, in den kommenden 24 Monaten weitere Apps auf Rezept auf den Markt zu bringen. Die Befragung fand von Anfang Juni bis Anfang Juli 2026 statt. Der Bitkom fordert verlässliche Rahmenbedingungen und planbare Anforderungen für die Anbieter.

(red/Bitkom)

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