Anzeige

Apple

Bildquelle. Champhei / Shutterstock.com

Apple hat sich in einem Gerichtsstreit mit kleineren Entwicklern über die Rolle des Konzerns beim App-Vertrieb auf dem iPhone und iPad auf Änderungen geeinigt. Mit dem Entgegenkommen in der hitzig geführten Debatte soll eine Sammelklage der US-Entwickler beendet werden.

Wie der US-Konzern am Freitag mitteilte, räumt er in dem Vergleich den Entwicklern künftig die Möglichkeit ein, den App-Nutzern Informationen über Abo-Abschlüsse außerhalb des App Stores zu senden. Das darf jedoch nicht innerhalb der App selbst passieren, sondern muss außerhalb der App laufen – beispielsweise per Mail. Bislang hatte sich Apple strikt geweigert, Informationen über alternative Abo-Möglichkeiten außerhalb des App-Stores in den Anwendungen darzustellen.

Die außergerichtliche Einigung mit den kleineren Entwicklern berührt nicht die größeren rechtlichen Streitigkeiten, etwa mit dem Spieleentwickler Epic oder dem Streamingdienst Spotify.

In dem Vergleich mit den Sammelklägern konnte Apple zentrale Forderungen der Entwickler abwehren. So muss Apple weder einen weiteren App-Store auf dem iPhone oder iPad zulassen noch seine Umsatzbeteiligung von bis zu 30 Prozent reduzieren.

Allerdings kam Apple den Klägern bei der Freiheit der Preisgestaltung entgegen: Der Konzern erhöht die Anzahl der vordefinierten Preispunkte, die Entwickler für Abonnements, In-App-Käufe und kostenpflichtige Apps festlegen können, von weniger als 100 auf mehr als 500.

Das App-Store-System von Apple steht aktuell unter Beschuss. Die EU-Kommission wirft dem iPhone-Konzern unfairen Wettbewerb im Geschäft mit Musikstreaming-Apps wie Spotify vor. Die Spielefirma Epic will mit einer Klage in den USA erreichen, dass sie und andere Anbieter eigene App Stores auf dem iPhone an Apple vorbei betreiben können. Apple betont, der App Store sei eine für App-Entwickler lukrative Plattform und schütze gleichzeitig die Nutzer vor Betrugsversuchen.

dpa


Weitere Artikel

Activision Blizzard

Microsoft übernimmt Gamesfirma Activision Blizzard

Microsoft übernimmt in einem fast 70 Milliarden Dollar schweren Deal den großen Videospieleanbieter Activision Blizzard. Der Software-Riese, der hinter der Xbox-Spielekonsole steht, sichert sich damit populäre Spiele wie «Call of Duty», «Overwatch» und «Candy…
Ericsson

Patentklagen: Ericsson geht gegen Apple vor

Nach dem Auslaufen eines Patentdeals zwischen Ericsson und Apple zieht der schwedische Netzwerk-Ausrüster vor Gericht. In Klagen in Texas wirft Ericsson dem iPhone-Konzern die Verletzung von insgesamt zwölf Patenten vor.
Euro

IT-Ausgaben werden 2022 um 5,1 % steigen

Laut dem Research- und Beratungsunternehmen Gartner werden sich die weltweiten IT-Ausgaben im Jahr 2022 auf 4,5 Billionen US-Dollar erhöhen, was einem Anstieg von 5,1 % gegenüber 2021 entspricht.
Chrome

Chrome nagelt User auf Suchmaschine fest

Nutzer des aktuellen Google-Webbrowsers Chrome (Version 97) können in den Einstellungen ab sofort nicht mehr die per Default gesetzten Suchmaschinen aus der Liste entfernen. Gleiches trifft auch auf das freie Chromium-Projekt zu, wie Reddit-User berichten.
Corona Warn App

Ob 2G oder 3G plus: Neue Version der Corona-Warn-App zeigt Status an

Die offizielle Corona-Warn-App des Bundes ist in einer neuen Version in der Lage, gültige Impf- oder Genesenenzertifikate sowie einen digitalen Testnachweis in einen Gesamtstatus zusammenzufassen. Das teilten die Betreiber der App, die SAP und Deutsche…
Social Media Commerce

Nebenbei einkaufen: Social Commerce wird zum Billiardengeschäft

Das Einkaufen auf Social-Media-Plattformen wie Instagram und TikTok wird bis 2025 weltweit 1,2 Bio. Dollar (2021: 492 Mrd. Dollar) erreichen, wie der Bericht "Why Shopping's set for a social Revolution" der Unternehmensberatung Accenture prognostiziert. Dies…

Anzeige

Jetzt die smarten News aus der IT-Welt abonnieren! 💌

Mit Klick auf den Button "Zum Newsletter anmelden" stimme ich der Datenschutzerklärung zu.