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Bildquelle: gguy / Shutterstock.com

Apples angekündigtes System zum Aufspüren kinderpornografischer Fotos wird von mehreren Journalistenverbänden aus dem deutschsprachigen Raum als Verstoß gegen die Pressefreiheit kritisiert. So befürchtet der Vorsitzende des deutschen Journalistenverbandes DJV, Frank Überall, eine Ausweitung auf andere Inhalte.

«Werden dann irgendwann per Algorithmus Bilder oder Videos von Regimegegnern überprüft oder Nutzerdaten?», gab er am Montag zu bedenken.

Apple trat solchen Befürchtungen bereits vor einigen Tagen entgegen und versicherte, man werde jegliche Versuche von Regierungen zurückweisen, das Verfahren für die Suche nach anderen Inhalten zu missbrauchen.

Die Funktion zur Suche nach kinderpornografischem Material ist zunächst nur auf US-Nutzer beschränkt, die Apples Online-Speicherdienst iCloud verwenden. Dabei geht es nicht darum, den Inhalt aller vorhandenen Bilder zu analysieren. Stattdessen soll auf die Geräte eine Datei mit sogenannten «Hashes» von bereits bekannten kinderpornografischen Inhalten geladen werden - eine Art digitaler Fingerabdruck des Bildes. Damit lässt sich bei einem Abgleich mit speziellen Verfahren eine Kopie des Fotos erkennen.

Bei einer Übereinstimmung werden verdächtige Bilder mit einem Zertifikat versehen, dank dem Apple sie nach dem Hochladen zur iCloud ausnahmsweise öffnen und einer Prüfung unterziehen kann. Das System schlägt erst Alarm, wenn es rund 30 Treffer gibt. Erst nach der Prüfung will Apple Kinderschutz-Organisationen informieren, die wiederum Behörden einschalten können. Der Konzern sieht in der Prüfung einen weiteren Schutz gegen einen Missbrauch der Funktion: Man werde nur bei Bildern mit kinderpornografischen Inhalten etwas unternehmen, aber nicht bei anderen Inhalten.

dpa


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