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RIP Grabstein

Im Juni rücken unter anderem der taiwanesische Speicherdatenhersteller Adata, das Geschäftsnetzwerk Linkedin, der Versandhändler Pearl und der politische Aktivist Ken Jebsen in den Fokus von Cyberkriminellen. 

Bei einem Ransomware-Angriff auf das taiwanesische Unternehmen Adata, einer der weltweit größten Speicherhersteller, hat die Hackergruppe Ragnar Locker 1,5 TByte sensible Daten erbeutet. Der Geschäftsbetrieb wurde durch die Abschaltung und Wiederherstellung der betroffenen Systeme mit unbekanntem Ausmaß gestört. Adata hat keine Details zum Ransom-ware-Angriff veröffentlicht.

In einem bekannten Hackerforum wurden die Daten von 700 Millionen LinkedIn-Nutzern zum Kauf angeboten. Potenziell sind 93 Prozent der derzeit weltweit 756 Millionen Menschen betroffen, die das soziale Netzwerk nutzen. LinkedIn dementierte die Aussage des unbekannten Angreifers, dass diese Daten durch einen missbräuchlichen Zugriff der LinkedIn-API erbeutet werden konnten. Es besteht die Möglichkeit, dass diese Daten durch sogenanntes „Scraping“ erbeutet wurden. LinkedIn gab an, es existiere keine API bei LinkedIn, die all diese Arten von Daten liefern könne.

Unbekannte Hacker haben die Webseite des politischen Aktivisten Ken Jebsen angegriffen und nach eigenen Angaben über 3 GByte Daten kopiert. Darunter fast 40.000 persönliche Daten von Abonnenten wie Vorname, Nachname, E-Mail-Adressen, Passwörter sowie Spenderdaten bis 2019 inklusive deren Geldbeträge. Auch API-Schlüssel und Tokens wurden von den Angreifern erbeutet. Auf diese Weise hatten die Hacker auch Zugriff auf die Wordpress-Administration von kenfm.de.

Unbekannte Angreifer haben die Server des Versandhändlers Pearl übernommen. Da die Angreifer Zugriff auf virtuelle Server und Maschinen hatten, haben die IT-Experten von Pearl alle Zugänge gesperrt, den Netzwerkzugriff getrennt und die Server und Systeme heruntergefahren. Um Kundendaten zu schützen, wurde auch der Onlineshop vom Netz genommen.

Nach mehreren Angriffen auf die schwedische Infektionsdatenbank Sminet hat die schwedische Gesundheitsbehörde Folkhälsomyndigheten die Datenbank abgeschaltet. Dadurch gab es rund eine Woche lang keine Aktualisierung der schwedischen Covid-19-Infektionsstatistik.

www.qgroup.de
 


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