Anzeige

Google

Sundry Photography / Shutterstock.com

Frankreichs Wettbewerbshüter haben im Streit um das Urheberrecht eine Strafe von 500 Millionen Euro für Google verhängt. Der Internetgigant habe nicht redlich mit Verlegern in Frankreich verhandelt, zitierte die Wettbewerbsbehörde ihre Präsidentin Isabelle de Silva in einer Mitteilung vom Dienstag.

Einer Diskussion zur Vergütung für die aktuelle Nutzung geschützter Inhalte habe Google sich verweigert und unter anderem damit gegen Anordnungen der Wettbewerbshüter vom vergangenen April verstoßen. Google zeigte sich von der Entscheidung enttäuscht. Man habe durchgängig redlich verhandelt. Das Feedback werde man aber berücksichtigen und seine Angebote anpassen, hieß es in einem Schreiben des Konzerns.

Die Behörde warf Google auch vor, seinen Verhandlungspartnern wichtige Informationen nicht gegeben zu haben. Außerdem hätten sie einen Teil der Presse von den Verhandlungen ausgeschlossen. Google wiederum kritisierte, dass die Entscheidung der Wettbewerbshüter sich nicht auf den aktuellen Verhandlungsstand beziehe, sondern vor allem auf Gespräche zwischen Mai und September 2020. Der Konzern verwies etwa auf eine Grundsatzeinigung mit französischen Verlegern von Anfang diesen Jahres.

Zusätzlich zur Geldstrafe muss Google nun innerhalb von zwei Monaten Verlegern und Presseagenturen ein Angebot zur Vergütung geschützter Inhalte vorlegen und die Behörde entsprechend informieren. Andernfalls drohen bis zu 900 000 Euro Strafe pro Tag Verspätung.

dpa


Weitere Artikel

Fintech

Fast 90 Prozent nutzen Fintech-Apps in den USA

Fast neun von zehn US-Amerikanern nutzen eine Art Fintech-App, um ihre Finanzen zu verwalten, so das Ergebnis einer Umfrage des Fintech-Start-ups Plaid Financial.
Cybercrime

Cyberattacke auf IT-Dienstleister der Landeshauptstadt Schwerin

Update Di, 19.10.2021, 16:03 Uhr Wegen des Cyberangriffs auf die kommunalen IT-Dienstleister KSM und SIS können bis Ende der Woche in den Bürgerbüros des Kreises Ludwigslust-Parchim keine kreislichen Dienstleistungen erledigt werden.
E-Commerce

Marktplätze gewinnen im B2B-Commerce mehr Boden

Längst bietet Amazon als Platzhirsch die Möglichkeit, den Marktplatz auch als Beschaffungsplattform mit Amazon Business zu nutzen. Die Zeichen sind deutlich: Die Beschaffung von Unternehmen verlagert sich zunehmend auf Online-Marktplätze.
Hacking

Stadtverwaltung Witten nach Hackerangriff nicht erreichbar

Die Stadtverwaltung von Witten ist nach einem Hackerangriff nicht mehr erreichbar. Am vergangenen Wochenende habe es einen Hackerangriff auf die technischen Systeme gegeben, teilte die Ruhrgebietsstadt auf ihrer Website mit.
Smartphone und Maske

Robert Koch-Institut erweitert Corona-Datenspende-App

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat seine Corona-Datenspende-App überarbeitet und ausgebaut. Mit der Neuauflage der Smartphone-Anwendung können sich Menschen in Deutschland pseudonymisiert an wissenschaftlichen Studien zu den Folgen der Corona-Pandemie…
Apple

Apple will mit neuen M1-Chips PC-Markt aufrollen

Apple hat zwei neue Hochleistungs-Chipsysteme angekündigt, mit denen der Konzern seine Abkehr von Intel-Prozessoren beschleunigen will. Die am Montag in einem Videostream vorgestellten M1 Pro und M1 Max sind stark verbesserte Versionen des M1-Chips, den Apple…

Anzeige

Jetzt die smarten News aus der IT-Welt abonnieren! 💌

Mit Klick auf den Button "Zum Newsletter anmelden" stimme ich der Datenschutzerklärung zu.