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FakeNews

Facebook, Twitter und Google müssen nach einem Bericht der EU-Kommission entschiedener gegen Fake News vorgehen. Vor allem müssten sie Forschern einen besseren Zugang zu bestimmten Daten gewähren, teilte die Brüsseler Behörde am Donnerstag mit.

«Es besteht keine strukturierte Zusammenarbeit zwischen den Plattformen und der Forschungsgemeinschaft.» 2018 haben mehrere Tech-Unternehmen sowie Vertreter der Werbebranche im Kampf gegen Fake News einen freiwilligen Verhaltenskodex unterzeichnet.

Dieser habe gezeigt, dass die Unternehmen einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung von Desinformationen leisten könnten, sagte EU-Kommissionsvize Vera Jourova am Donnerstag. «Die Plattformen müssen jedoch verantwortungsbewusster werden, stärker zur Rechenschaft gezogen werden und transparenter agieren.» Zugleich kündigte Jourova erneut an, dass es Zeit sei, über freiwillige Maßnahmen der Unternehmen hinauszugehen. Ende des Jahres will die EU-Kommission dazu zwei Vorstöße machen.

Bereits im Juni legte die Behörde zudem einen Plan gegen Falschnachrichten rund um das Coronavirus vor. Danach sollen Plattformen wie Facebook und Twitter monatlich Berichte über ihre Bemühungen vorlegen. Auch werden die Unternehmen zu einer engen Zusammenarbeit mit unabhängigen Faktenprüfern aufgefordert. Dadurch seien «konkrete und messbare Ergebnisse» erzielt worden, hieß es am Donnerstag. Zuverlässige Quellen würden hervorgehoben, irreführende und falsche Inhalte herabgestuft oder entfernt, die Zusammenarbeit mit Faktenprüfern und Forschenden sei intensiviert worden.

Als Beispiel nennt die EU-Kommission, dass Facebook und Instagram mehr als zwei Milliarden Menschen auf Inhalte von Gesundheitsbehörden wie der Weltgesundheitsorganisation hingewiesen hätten.

dpa


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