Anzeige

CEO

Unternehmen auf der Suche nach eher unkonventionellen Geschäftsstrategien sollten sich nach einem Chef mit einem ungewöhnlichen Namen umsehen. Dazu raten Forscher der Jones Graduate School of Business an der Rice University, die einen direkten Zusammenhang zwischen der strategischen Ausrichtung eines Unternehmens und dem Namen des leitenden CEOs gefunden haben wollen.

Das Abweichen von branchenüblichen Normen kann helfen, einen "entscheidenden Wettbewerbsvorteil" zu erlangen, so die Forscher.

Name beeinflusst Verhalten

"Mit dieser Analyse von Daten zu insgesamt 1.172 Firmen aus 19 Jahren haben wir gezeigt, dass die charakteristische strategische Ausrichtungen eines Unternehmens systematisch mit den Namen seines CEOs zusammenhängt", so Yan Anthea Zhang, Professorin an der Jones Graduate School. Gemeinsam mit ihren Kollegen Yungu Kang und David Zhu von der Arizona State University hat sie herausgefunden, dass Firmenchefs mit ungewöhnlicheren Namen sich auch in ihrer Strategie von ihren normalen Pendants abheben. "Sie unterscheiden sich deutlich von anderen CEOs, was sich auch geschäftlich bemerkbar macht", stellen die Studienautoren klar.

Die Ursache hierfür liege vermutlich in psychologischen Aspekten. "Schon vorige Studien haben bestätigt, dass erfolgreiche Führungskräfte mit ungewöhnlichen Namen eher dazu tendieren, sich selbst als spezieller, einzigartiger, interessanter und kreativer zu sehen", erklären die Wissenschaftler. Der eigene Name sei ja schließlich auch "eines der wichtigsten grundlegenden Attribute" eines Menschen: "Wie eine Person heißt, beeinflusst deshalb klarerweise auch ihr Verhalten, ihre Wahrnehmung und ihr Selbstempfinden."

"Kritischer Faktor" Einzigartigkeit

Insgesamt betrachtet, sei die Entwicklung und Implementierung von einzigartigen Geschäftsstrategien heute ein "kritischer Faktor" für Firmen, um die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen und sich einen "entscheidenden Wettbewerbsvorteil" zu verschaffen, wie Zhang und ihre Co-Autoren betonen. "Unsere Analyseresultate können Stakeholdern helfen, die strategischen Entscheidungen eines CEOs besser zu verstehen und vorherzusagen", ergänzen die Experten.

Gleiches gelte auch für Top-Executives, Mitarbeiter im mittleren Management und andere Angestellte einer Firma - auch sie können sich bei einem Chef mit ungewöhnlichem Namen gleich auf eine unkonventionelle Strategie einstellen. "Natürlich trifft das auch auf Konkurrenten zu, die in so einem Fall lieber mit außergewöhnlichen Maßnahmen im Wettbewerb rechnen sollten", meint Zhang.

www.pressetext.com


Weitere Artikel

Reddit

Reddit: Kontroverse Postings gehen schneller viral

Online-Beiträge, die mit kontroversen Ansichten polarisieren, verbreiten sich auf Social Media schneller als ohne streitbaren Content. Dies besagt eine neue Studie von Forschern der University of Central Florida (UCF).
Urheberrecht

Brüssel eröffnet Verfahren gegen EU-Länder wegen Urheberschutz

Die EU-Kommission geht gegen 23 EU-Länder vor, die eine Richtlinie zu Urheberrechten nicht schnell genug oder wohl unzureichend in nationalem Recht verankert haben.
Smartphone - einsam

Smartphones lassen Teenager vereinsamen

Das Einsamkeitsgefühl von Jugendlichen weltweit ist in den vergangenen zehn Jahren stark gestiegen. Das ist das Ergebnis der Studie eines Teams um Jean Twenge, Psychologieprofessor an der San Diego State University. Ursache könnte die Nutzung von Smartphones…
Urlaub Online-Buchung

44 Prozent der Deutschen buchen ihren Urlaub online

Der Weg zum perfekten Urlaub führt die Deutschen ins Internet: 44 Prozent buchen in der Regel einzelne Urlaubsleistungen oder ganze Pauschalreisen online. Kaum weniger beliebt ist der Gang ins Reisebüro, den vier von zehn Urlaubsuchenden (40 Prozent) wählen.
Update

Ephesoft stellt neue Funktionen für Dokumentenverarbeitungsplattform vor

Ephesoft, Anbieter von Lösungen zur intelligenten Inhaltserfassung und Datenanreicherung, hat die Veröffentlichung der Version 2020.1.05 von Ephesoft Transact bekannt gegeben.
EU

EU will Büro für Kontakte zu Tech-Unternehmen eröffnen

Die EU will wegen der wachsenden Bedeutung von Unternehmen wie Apple, Google und Facebook eine Vertretung im US-Bundesstaat Kalifornien aufbauen.

Anzeige

Jetzt die smarten News aus der IT-Welt abonnieren! 💌

Mit Klick auf den Button "Zum Newsletter anmelden" stimme ich der Datenschutzerklärung zu.