Anzeige

Flagge USA China

Die Video-App Tiktok ist nicht die einzige Smartphone-Software aus China, die das Weiße Haus von den Amerikanern fernhalten will. In Peking zeichnet sich Widerstand gegen einen möglichen Verkauf des US-Geschäfts von Tiktok ab.

Die USA wollen neben der Video-App Tiktok weitere Smartphone-Anwendungen aus China vom heimischen Markt fernhalten. «Es ist entscheidend, dass dieses Land keine Apps nutzt, die in China entwickelt sind», sagte der amerikanische Handelsberater Peter Navarro am Montag dem Fernsehsender Fox Business Network. Dies gelte für Tiktok und den Chat-Dienst WeChat ebenso wie für weitere Apps.

Tiktok gehört zum chinesischen Unternehmen Bytedance. US-Präsident Donald Trump bezeichnet Tiktok als Sicherheitsrisiko, weil über die App chinesische Behörden Zugriff auf Daten von Amerikanern bekommen könnten. Er hat Anfang August unter Hinweis auf die Datensicherheit Geschäfte von US-Amerikanern mit Tiktok untersagt, den Vollzug der Verfügung allerdings bis Mitte September ausgesetzt. Falls sie in Kraft tritt, wäre dies das Ende der App in den USA. Zugleich verstärkte der Erlass den Druck auf Tiktok in den Gesprächen über einen Verkauf ihrer Geschäfte in den USA und anderen Staaten an den US-Konzern Microsoft.

Nach Informationen des Senders CNBC vom Montag hat Tiktok einen Bieter für seine Geschäfte in den USA, Australien und Neuseeland gefunden und könnte in dieser Woche eine entsprechende Mitteilung machen. Den Plänen von Microsoft will sich die Supermarkt-Gruppe Walmart als Partner anschließen. Außerdem ist laut Medienberichten auch eine Gruppe von Start-up-Investoren zusammen mit dem Software-Konzern Oracle im Rennen.

Jedoch zeichnet sich in China Widerstand gegen einen Verkauf des US-Geschäfts von Tiktok ab. Neue Export-Einschränkungen der chinesischen Regierung sehen vor, dass «IT-Technologien mit Personalisierung auf Basis von Datenanalyse» und Bedienung mit Hilfe künstlicher Intelligenz nur mit Erlaubnis der Regierung ins Ausland verkauft werden dürfen.

Das chinesische Handelsministerium veröffentlichte die neuen Regeln am Freitag. Am Samstag publizierte die amtliche chinesische Nachrichtenagentur dann ein Interview mit einem Universitätsprofessor, der darauf hinwies, dass die Technologien bei Tiktok unter diese Beschreibung fielen. Damit das internationale Geschäft weiter funktioniere, müssten Algorithmen und Software von Bytedance zu einem neuen Besitzer übergehen.

dpa


Newsletter Anmeldung

Smarte News aus der IT-Welt

Sie möchten wöchentlich über die aktuellen Fachartikel auf it-daily.net informiert werden? Dann abonnieren Sie jetzt den Newsletter!

Newsletter eBook

Exklusiv für Sie

Als Newsletter-Abonnent erhalten Sie das Booklet „Social Engineering: High Noon“ mit zahlreichen Illustrationen exklusiv und kostenlos als PDF!

 

Weitere Artikel

DDoS

DDoS-Angriffe bedrohen den digitalen Unterricht

Die aktuelle Berichterstattung über eine DDoS-Attacke von einem Schüler auf den digitalen Schulbetrieb in Rheinland-Pfalz zeigt, dass der digitale Unterricht, auf den zur Eindämmung der Pandemie zurückgegriffen wird, enorm angreifbar ist.
Facebook

"Hey Facebook": Netzwerk experimentiert mit Sprachassistenten

Facebook versucht, einen eigenen Sprachassistenten zu etablieren. Zunächst auf den VR-Brillen der Tochterfirma Oculus können Nutzer Funktionen der Software mit dem Weckwort «Hey Facebook» auslösen, wie das Online-Netzwerk ankündigte.
Malware

Scareware: Wenn der Fake-Alarm die Panik weckt

Der ein oder andere Internetnutzer hat es bestimmt schon einmal erlebt: Während des Surfens öffnen sich plötzlich Pop-up-Fenster oder Meldungen, die für Systemmeldungen gehalten werden. Doch Vorsicht: Bei genauerem Hinsehen entpuppen diese sich als Meldungen,…
Messenger Apps

Tschüss, WhatsApp? Worauf Nutzer beim Wechsel achten sollten

Bis zum 15. Mai gibt es „Gnadenfrist“ – dann soll jeder Nutzer von WhatsApp den geänderten Nutzungsbedingungen und Datenschutzregeln zugestimmt haben.
KI Laptop

KI schafft Seminararbeit in 20 Minuten

Eine Künstliche Intelligenz (KI) kann innerhalb von nur 20 Minuten eine zumindest mittelmäßige Studien-Seminararbeit verfassen.
Twitter

Twitter bald nur noch im Abo?

In den bald 15 Jahren, die es Twitter gibt, blieben für alle zugängliche Tweets der Kern des Dienstes. Jetzt will die Firma unter anderem mit der Möglichkeit experimentieren, ein Abo-Geschäft auf der Plattform zu betreiben.

Anzeige

Newsletter Anmeldung

Smarte News aus der IT-Welt

Sie möchten wöchentlich über die aktuellen Fachartikel auf it-daily.net informiert werden? Dann abonnieren Sie jetzt den Newsletter!

Newsletter eBook

Exklusiv für Sie

Als Newsletter-Abonnent erhalten Sie das Booklet „Social Engineering: High Noon“ mit zahlreichen Illustrationen exklusiv und kostenlos als PDF!