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Die Corona-Krise wird nach Einschätzung von Marktforschern dauerhaft verändern, wie Unternehmen ihre Computernetze aufbauen und betreiben. 

Zum einen dürften Notebooks schneller Desktop-Tischrechner verdrängen, sagte Analyst Ranjit Atwal von der Marktforschungsfirma Gartner. Denn viele Firmen hätten jetzt erlebt, wie wichtig Mobilität sei, um den Geschäftsbetrieb aufrechtzuerhalten. «Die größere Frage ist aber, wenn wie mit einer versprengten Belegschaft weitermachen - wie managen wir das?», sagte Atwal. Eine Antwort für viele Firmen könnte das Konzept «Desktop als Service» sein - bei dem die Programme zentral auf Cloud-Servern laufen, mit denen Geräte der Nutzer verbunden sind. Ein solcher Wandel auf breiter Front könnte das Geschäft der IT-Branche umkrempeln.

Im ersten Quartal prägte die Coronavirus-Krise den PC-Markt: Es gab eine höhere Nachfrage nach Notebooks - aber zugleich auch eine unregelmäßige Produktion wegen Ausfällen in der Zuliefererkette vor allem in China. Die erhöhte Laptop-Nachfrage sei daher zu großen Teilen aus den Lagerbeständen gedeckt worden, sagte der Analyst. Auf lange Sicht werde es die PC-Branche weiter schwer haben: Das Bedürfnis an Notebooks für Heimarbeit sei jetzt erfüllt und viele Unternehmen hätten andere Sorgen, als in Computer-Hardware zu investieren. Insgesamt dürften Firmen ihre bestehenden Computer noch etwas länger nutzen als bisher üblich.

Für das erste Quartal errechnete Gartner einen Absatzrückgang von 12,3 Prozent auf 51,6 Millionen Geräte im weltweiten PC-Markt. Dabei lief es regional sehr unterschiedlich: Während die Verkäufe in den USA stabil blieben, brach der Absatz in China um mehr 30 Prozent ein, wie die Marktforschungsfirma am Dienstag mitteilte.

Der zweite große IT-Marktforscher, IDC, kam auf einen globalen Rückgang von 9,8 Prozent im ersten Quartal. Die drei größten Hersteller Lenovo, HP und Dell bauten ihren Marktanteil aus. Von ihnen kommen jetzt knapp zwei Drittel der weltweit verkauften Notebooks und Desktop-Computer.

dpa


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