Anzeige

Trojaner

In den letzten Wochen und Monaten hat Proofpoint immer wieder über Malware-Kampagnen mit „Emotet“ informiert. Dabei handelte es sich ursprünglich um einen Banking Trojaner, der mittels eines sehr stabilen Botnetzes verbreitet wird.

Dieses wird von einer Hackergruppe betrieben, die zumeist unter dem Kürzel TA542 (Threat Actor 542) geführt wird. Neuere Versionen der Emotet-Malware laden jedoch nicht mehr das eigene ursprüngliche Banking-Trojaner-Modul, sondern werden je nach Version mit Malware von Drittanbietern wie The Trick, IcedID, Gootkit und Panda Banker versehen. Viele Cyberkriminelle weltweit bedienen sich dieser Taktik, um mit seiner Hilfe Ransomware, Banking Trojaner und andere Schadsoftware zu verteilen. Sie nutzen dafür eine Vielzahl unterschiedliche Formate, beispielsweise Word- oder PDF-Dateien, die mit der entsprechenden Malware infiziert sind und die der Anwender über einen unbedachten Klick auf seinem System installiert. Der US-amerikanische Cybersecurity-Spezialist Proofpoint hat die Aktivitäten von TA542 genauer analysiert und die Ergebnisse dieser Untersuchung jetzt veröffentlicht.

Das wichtigste und gleichzeitig erschreckendste vorab: Die Proofpoint-Experten gehen davon aus, dass die Verwendung des Botnetzes von TA542 in den kommenden Quartalen sogar noch zunehmen wird. Zu erwarten ist ebenfalls, dass TA542, als treibende Kraft hinter Emotet schon heute weltweit eine der aktivsten Gruppen von Cyberkriminellen, seine Aktivitäten ebenfalls verstärken wird. Dabei attackieren die Angreifer auch permanent Computeranwender in Deutschland. Die Empfehlung der Experten bleibt dabei weiterhin: Anwender sollten wirklich niemals Dateien oder Links in E-Mails unbekannter Absender anklicken und öffnen. Selbst wenn nur der winzigste Verdacht besteht, der E-Mail-Account eines Bekannten, Freundes oder Geschäftspartners könnte hierfür missbraucht worden sein, sollten die User auf anderem Wege als über ein „Reply“ den bekannten Absender kontaktieren – z.B. durch einen Anruf – und nachfragen, ob diese verdächtige E-Mail wirklich von dieser Person stammt. Im Zweifelsfalle die E-Mail am besten ungelesen löschen.

www.proofpoint.com/de
 


Newsletter Anmeldung

Smarte News aus der IT-Welt

Sie möchten wöchentlich über die aktuellen Fachartikel auf it-daily.net informiert werden? Dann abonnieren Sie jetzt den Newsletter!

Newsletter eBook

Exklusiv für Sie

Als Newsletter-Abonnent erhalten Sie das Booklet „Social Engineering: High Noon“ mit zahlreichen Illustrationen exklusiv und kostenlos als PDF!

 

Weitere Artikel

FIN7

Die Festnahme des FIN7-Hackers Denys Iarmak

Die amerikanischen Behörden haben kürzlich ein weiteres Mitglied der Hackergruppe FIN7 festgenommen, die Schäden im Wert von insgesamt über einer Milliarde US-Dollar verursacht haben soll.
Handschlag

WatchGuard schließt Übernahme von Panda Security ab

WatchGuard Technologies mit Sitz in Seattle, USA, hat die im März bekanntgegebene Übernahme von Panda Security abgeschlossen. Panda gehört nun als hundertprozentige Tochtergesellschaft zu WatchGuard.
Cookies

Droht durch das Cookie-Urteil des BGH ein „Digitaler Lockdown“?

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat sein Urteil im Fall Bundesverband der Verbraucherzentralen gegen die Planet49 GmbH gesprochen. Demnach reicht eine bereits vorangekreuzte Checkbox nicht aus, um den Anforderungen an eine Einwilligung beim Setzen von Cookies zu…
Corona App

Bundesregierung sieht keine Notwendigkeit für Gesetz zur Corona-App

Die Bundesregierung will die Einführung der geplanten Corona-Warn-App des Bundes nicht durch ein spezielles Gesetz begleiten. Das geht aus einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage der Grünen hervor, über die der Spiegel am Freitag berichtete.
Coronavirus

Spioniert die kommende Corona-Warn-App heimlich Bürger aus?

Besitzer eines Smartphones von Apple oder mit dem Betriebssystem Android bekommen beim Aktualisieren der System-Software Hinweise darauf, dass Apple und Google die Funktion von offiziellen Corona-Warn-Apps möglich machen wollen.
Twitter

Trumps Feldzug gegen Twitter und Co.

Donald Trump sagt Twitter und Co. den Kampf an: Der US-Präsident unterzeichnete am Donnerstag (Ortszeit) eine Verfügung, mit der er soziale Netzwerke stärker reglementieren will.

Anzeige

Newsletter Anmeldung

Smarte News aus der IT-Welt

Sie möchten wöchentlich über die aktuellen Fachartikel auf it-daily.net informiert werden? Dann abonnieren Sie jetzt den Newsletter!

Newsletter eBook

Exklusiv für Sie

Als Newsletter-Abonnent erhalten Sie das Booklet „Social Engineering: High Noon“ mit zahlreichen Illustrationen exklusiv und kostenlos als PDF!