VERANSTALTUNGEN

it-sa 2018
09.10.18 - 11.10.18
In Nürnberg

Internet World Congress
09.10.18 - 10.10.18
In München

plentymarkets Omni-Channel Day 2018
12.10.18 - 12.10.18
In Kassel

Digital Marketing 4Heroes Conference
16.10.18 - 16.10.18
In Wien und München

4. Esslinger Forum: Das Internet der Dinge
17.10.18 - 17.10.18
In Esslingen

Autonomes Fahren 631212983 700

Das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) und TÜV SÜD starten eine Kooperation, um Systeme mit Künstlicher Intelligenz (KI), die beim autonomen Fahren im Einsatz sind, zu zertifizieren und um einen „TÜV für Algorithmen“ zu entwickeln. 

Dazu erforschen die Experten das Lernverhalten der KI-Systeme, um deren Reaktionen kontrollieren zu können. Kernstück ist die Entwicklung einer offenen Plattform für OEM, Zulieferer und Technologieunternehmen. Die digitale Plattform mit dem Namen „Genesis“ soll Module Künstlicher Intelligenz validieren und damit die Grundlagen für Zertifizierungen schaffen. TÜV SÜD unterstreicht damit seinen Führungsanspruch als neutrale Prüforganisation bei der Entwicklung autonomen Fahrens.

„TÜV SÜD kümmert sich seit mehr als 150 Jahren um die Sicherheit und Akzeptanz technischer Innovationen – so auch beim autonomen Fahren. Wir freuen uns, das Fahren von morgen gemeinsam mit dem DFKI sicher zu machen und die Herausforderungen bei der Künstlichen Intelligenz anzunehmen“, sagt Dr. Houssem Abdellatif, Global Head Autonomous Driving bei TÜV SÜD. KI- Systeme finden immer mehr Eingang in die Elektronik autonomer Fahrzeuge, um die enorme Zahl möglicher Verkehrssituationen – TÜV SÜD-Fachleute schätzen 100 Millionen Situationen pro vollautomatisierter Fahrfunktion – sicher meistern zu können. Solche Systeme reagieren nicht deterministisch und damit nicht exakt vorhersehbar. Sie lernen vielmehr aus dem Verkehrsgeschehen (Stichwort: Deep Learning) und ziehen eigene Rückschlüsse für die richtige Reaktion – treffen also autonome Entscheidungen. Damit die stets im Sinne der Verkehrssicherheit ausfallen, wird TÜV SÜD die zugrunde liegenden Algorithmen validieren und zertifizieren. Dr. Abdellatif: „Bisher weiß man nur sehr wenig darüber, wie KI-Systeme genau lernen. Wir leisten hier Pionierarbeit.“ Anwender der neuen Genesis-Plattform sollen zukünftig ihre Daten und Module hochladen können und nach einer Prüfung ein entsprechendes TÜV SÜD-Zertifikat für die funktionale Sicherheit erhalten. 

Autonome Fahrzeuge müssen zur Führerscheinprüfung

Wie schwierig es ist, Methoden für die Sicherheit von Systemen mit Künstlicher Intelligenz zu entwickeln, liegt auf der Hand. Denn die KI-Systeme ziehen ihre eigenen Schlüsse aus den vorhandenen Daten und lernen beim Trainieren von Verkehrssituationen jedes Mal neu dazu – vergleichbar einem Fahrschüler. Die Sicherheit, dass das Fahrzeug richtig reagiert, wird dadurch kontinuierlich höher. Das Erlernte kann dann in einer Prüfung, ähnlich wie bei der theoretischen Führerscheinprüfung, abgefragt werden. Dr. Abdellatif: „Bisherige Ergebnisse, die mit der Deep- Learning-Methode erreicht wurden, zeigen verblüffend gute Ergebnisse in der Praxis – allerdings weißbisher niemand genau, was dort eigentlich geschieht. Das werden wir nun gemeinsam erforschen.“

 Um autonomen Fahrzeugen dann aber auch für die Straße grünes Licht geben zu können, braucht es zudem eine praktische Prüfung. Dazu müssen die Experten erforschen, wie die KI-Systeme lernen. „Wenn wir genau verstehen, welche Rückschlüsse die Systeme ziehen, können wir eingreifen und das Lernen gezielt steuern. Wir müssen nicht nur wissen, ob ein Fahrzeug bremst, sondern auch warum“, erläutert Dr. Abdellatif. Beispiel: Überholvorgang auf der Autobahn. Das autonome Fahrzeug überholt auf der linken Spur einen Lkw. Von hinten nähert sich mit großer Geschwindigkeit ein anderes Fahrzeug. Wird das automatisierte Auto abbremsen, um gleich nach dem Überholvorgang auf die rechte Spur zu wechseln, oder wird es die Geschwindigkeit anpassen und ebenfalls beschleunigen? „Solche Fragestellungen zu erarbeiten und die Antworten darauf zu formulieren – das wird unsere Arbeit in den kommenden Jahren sein“, sagt der Experte. Daten, die aus virtuellen Verkehrssituationen gewonnen werden, überwachen und korrigieren dabei die Lernphase des Algorithmus. Das Ziel: ein Zertifikat (Führerschein) dafür, dass ein Algorithmus ausreichend sicher ist.

www.tuev-sued.de

GRID LIST
Akquisition

NetApp akquiriert StackPointCloud

In Verbindung mit NetApp Cloud Volumes entsteht durch die Akquisition eine…
Brabbler Messenger

Brabbler bringt seinen sicheren Business Messenger auf den Desktop

Die Brabbler AG stellt ihren Business Messenger „ginlo @work“ jetzt auch für Desktop-PCs…
Cyber Security Concept

Forcepoint zeigt wie Risk Adaptive Protection funktioniert

Forcepoint Anbieter von Cyber-Security-Lösungen, präsentiert auf der it-sa 2018 (Halle 9,…
Tb W190 H80 Crop Int Ca03f324a74cb99a1decaa8237e35a74

Highlights der it-sa 2018

Vom 9. bis 11. Oktober 2018 präsentieren rund 700 internationale Aussteller auf der…
Shazam

Apple übernimmt Shazam und macht die App werbefrei

Apple hat heute bekannt gegeben, dass es die Übernahme von Shazam abgeschlossen hat,…
Tb W190 H80 Crop Int 116a7441a6112cca0c47860b794fb291

Wirtschaftsmotor Digitalisierung und lauernde Gefahren

Der Cybersecurity-Experte Stormshield präsentiert auf der it-sa in Nürnberg vom 9. bis…
Smarte News aus der IT-Welt