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Android-Apps sind nicht immer auf die ausdrückliche Zustimmung der User angewiesen, wenn es darum geht, an bestimmte Nutzerdaten oder Gerätefunktionen heranzukommen. Laut Computerwissenschaftlern der Virginia Tech greifen Apps nämlich des Öfteren auch über eine praktische Hintertür auf die gesuchten Infos und Services zu. 

Hierfür paktieren sie ganz einfach mit anderen Apps, die bereits über die entsprechenden Berechtigungen verfügen. Die so entstandene "Verschwörung" kann auch gezielt genutzt werden, um Malware zu verbreiten.

"Kümmern sich nicht um Zustimmung"

"Manche Apps, die glauben, dass sie keine Extra-Berechtigung brauchen, um auf bestimmte Daten und Funktionen zuzugreifen, holen sich diese auf einem anderen Weg. Sie kümmern sich ganz einfach nicht um eine Zustimmung von User-Seite und schnappen sich das, was sie brauchen, von anderen Apps", zitiert der "NewScientist" Gang Wang, Assistant Professor am Department of Computer Science http://cs.vt.edu der Virginia Tech.

Diese Art der "verschwörerischen Zusammenarbeit" ist kein Einzelfall: Die Forscher haben sich 100.206 der beliebtesten Apps in Googles Play Store angesehen und sind dabei auf 23.595 Programme gestoßen, die eine derartige Vorgehensweise an den Tag legen können. "Die schlechte Nachricht ist, dass wir tatsächlich Apps identifizieren konnten, die auf rücksichtslose Weise Informationen weitergeben können. Die gute Nachricht ist, dass das Ausmaß dieser geheimen Kollusion zumindest im Moment noch ziemlich gering erscheint", betont Forschungskollegin Daphne Yao, Associate Professor am selben Virginia Tech-Department.

Grundproblem ist Sicherheits-Check

In einigen Fällen ist es den Wissenschaftlern aber nicht möglich gewesen, mit Bestimmtheit festzustellen, ob diese Art der Umgehung von Berechtigungen gezielt von den Entwicklern eingesetzt worden ist, um böswillige Ziele zu verfolgen. "Manchmal kann das auch einfach nur ein Fehler sein", so Yao. Android-Apps werden vor einer Listung im Google Play Store generell einer standardmäßigen Sicherheitsüberprüfung unterzogen. Dabei wird die neue Software aber lediglich einzeln auf Viren und andere bekannte Sicherheitsbedrohungen gescannt.

"Hat man diese Apps erst einmal heruntergeladen und installiert, können sie oft auch untereinander kommunizieren, ohne dass der User verständigt wird", erläutert Yao das Grundproblem. Genau diese Tatsache könnte auch von Cyber-Kriminellen ausgenutzt werden. "Dadurch könnte es möglich sein, dass Malware Zugriff auf die Kamera erhält oder sensible persönliche Daten ausspioniert", warnt die Computerwissenschaftlerin.

pte

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